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Detlef Borchers
Behördenfunk-Bilanz: Deutschlands Digitalfunk kann sich sehen lassen

Bild: BDBOS/Wilke

Der Digitalfunk für Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und Katastrophenschützer ist nach Ansicht der zuständigen Bundesanstalt ausgereift und ein leistungsstarkes Kommunikationsmittel.

Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) hat Zahlen und Fakten zum Digitalfunk der "Blaulicht-Behörden" vorgelegt. Demnach versorgen 4587 Basis-Stationen 99 Prozent der Fläche Deutschlands und vermitteln dabei zwischen 772.000 registrierten Teilnehmern. Das weltweit größte Funknetz nach dem TETRA-Standard wickelte 50 Millionen Funksprüche pro Monat ab und kam auf eine Netzverfügbarkeit von 99,95 Prozent. Das größte Funk-Ereignis 2017 war der G20-Gipfel in Hamburg, bei dem rund 25.000 Endgeräte im Digitalfunksystem eingebucht waren.

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Mit den Zahlen tritt die BDBOS Behauptungen entgegen, dass der BOS-Funk die Einsatzkräfte unzureichend versorge. So hatte die Gewerkschaft der Polizei geklagt, dass das Digitalfunksystem zum G20-Gipfel in Hamburg an seine Belastungsgrenze gestoßen sei und auf ältere Analog-Funken zurückgegriffen werden musste, deren Bedienung jüngeren Kollegen nicht mehr vertraut gewesen sein soll. Unabhängig von der Klage der Gewerkschafter haben alle Einsätze, bei denen US-Präsidenten beschützt werden müssen, mit dem Problem zu kämpfen, dass in den Autokonvois der US-Sicherheitskräfte Jammer mitfahren, die jedweden Funkverkehr abwürgen.

Bereits im November 2017 hatte die BDBOS angekündigt, dass der Behördenfunk auf Grundlage des IP-Standards ausgebaut werden soll. Der weitere Ausbau ist auch eine Frage verfügbarer Frequenzen. Er ist nach dem Frequenznutzungsplan der Bundesnetzagentur geregelt. Ende 2020 laufen die Lizenzen im 450 MHz-Bereich aus und können von "BOS, BMVg, KRITIS" – also den BOS-Teilnehmern –, der Bundeswehr und den Betreibern kritischer Infrastrukturen zur Funkversorgung genutzt werden. Daneben funken BOS und Bundeswehr auch auf 700 MHz.

Die Bundeswehr taucht in diesen Betrachtungen deshalb auf, weil sie im Jahre 2019 von Tetrapol zum TETRA-Funkstandard wechseln will. Bis 2021 sollen im Rahmen des Projektes Mobile Taktische Kommunikation (MoTaKo) über 90.000 TETRA-Geräte mit besonderer militärischer Verschlüsselung die sichere Kommunikation der Truppe gewährleisten. (Detlef Borchers) / (anw)

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