<html> <div class=„meldung_wrapper druckversion“> <figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/695/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/3/5/4/2/4/3/basic-810fafa6296f3169.png“/></figure><p class=„meldung_anrisstext“><strong>Früher war alles kürzer: Die Wartezeit in der Telekom-Hotline und die Länge der Computerprogramme. Eine beliebte Disziplin war, ein Basic-Programm in einer Zeile unterzubringen. Die Kunst wird immer noch gepflegt.</strong></p> <p>Wenn Maker mit Bastelboards experimentieren, müssen sie mitunter wegen Speicher- oder Registermangels oder zur Verbesserung der Geschwindigkeit den Code per Hand optimieren. Zu Zeiten der Heimcomputer Ende der 70er bis Ende der 80er war das wegen begrenzter Hardware-Ressourcen nicht anders. Eine angrenzende Programmierdisziplin in dieser Hinsicht war das Schreiben von Einzeilern (One Liner, nicht Onliner!) in Basic, die etwa ein simples Spiel oder Animationen enthielten.</p> <p> <img src=„https://1.f.ix.de/imgs/18/2/3/5/4/2/4/3/giphy-43f95d9d9717d553.gif“ width=„480“ height=„270“ alt=„Ein One Liner für den C64: 10 PRINT"[C-P][Shift-RFCDE][C-Y][Shift-EDCFR][C-P]";: GOTO 10“/><br/> Ein One Liner für den C64: 10 PRINT„[C-P][Shift-RFCDE][C-Y][Shift-EDCFR][C-P]“;: GOTO 10 </p> <p>Ein ganzes Programm in einer Zeile unterzubringen, erforderte schon einiges an Knobelaufwand und austarierten Basic-Befehlen. Anders als heute war auf damaligen Computern die Länge einer Zeile nämlich technisch begrenzt: Auf dem C64 (mit MOS6510) betrug sie etwa nur 80 Zeichen.</p> <p> <img src=„https://1.f.ix.de/imgs/18/2/3/5/4/2/4/3/giphy3-980cb4aeeae6e777.gif“ width=„480“ height=„360“ alt=„Missile Dodge für den TRS-80. Der Stern am oberen Rand ist das Raumschiff, das mit den Tasten x und y gelenkt wird.“/><br/> Missile Dodge für den TRS-80. Der Stern am oberen Rand ist das Raumschiff, das mit den Tasten x und y gelenkt wird. </p> <p>Die Fan-Seite <strong>www.trs-80.org.uk [1]</strong> hat solche Einzeiler über die Jahre für den TRS-80 gesammelt und stellt jetzt ein Fanzine als <strong>PDF zum Download [2]</strong> bereit, das mehr als 30 One Liner vorstellt. Die einzelnen Programme wurden von Hobby-Anwender ausgeknobelt: Vom Spiel über Primzahlberechnung bis zur ASCII-Grafik ist vieles dabei und liebevoll beschrieben - auch wenn das Layout des Magazins direkt aus der DTP-Hölle zu stammen scheint. Passend zum Magazin gibt es im Bundle gleich alle Programme auf einem Disketten-Image im DSK-Format - zum Laden im Emulator. Letzteren gibt es für Windows und Linux etwa hier: <strong>www.trs-80.com/wordpress/emulators/ [3]</strong></p> <p> <img src=„https://1.f.ix.de/imgs/18/2/3/5/4/2/4/3/giphy2-6e14359852748d97.gif“ width=„480“ height=„320“ alt=„Über diese Zeile wurde ein ganzes Buch geschrieben: 10 PRINT CHR$(205.5+RND(1)); : GOTO 10“/><br/> Über diese Zeile wurde ein ganzes Buch geschrieben: 10 PRINT CHR$(205.5+RND(1)); : GOTO 10 </p> <p>Statt mit einer Sammlung von Einzeilern beschäftigt sich das Buch mit dem eingängigen Titel „<strong>10 PRINT CHR$(205.5+RND(1)); : GOTO 10“ [4]</strong> mit genau diesem einzigen One Liner für den C64 - und zwar auf über 300 Seiten. Das Buch ist ebenfalls als kostenloses PDF <strong>downloadbar [5]</strong> und beschreibt das auch als Labyrinth-Generator bekannte Kurz-Programm in allen Facetten und Variationen.</p> <p> (<strong>dab [6]</strong>)<br class=„clear“/></p> </div><hr/><p class=„size80“><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/> https://www.heise.de/make/meldung/Lesestoff-Die-Kunst-der-Basic-One-Liner-3944822.html</p> <p class=„size80“><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/>   [1] http://www.trs-80.org.uk/<br/>   [2] http://www.fabsitesuk.com/tandy/1liners.zip<br/>   [3] http://www.trs-80.com/wordpress/emulators/<br/>   [4] https://10print.org/<br/>   [5] http://nickm.com/trope_tank/10_PRINT_121114.pdf<br/>   [6] mailto:dab@ct.de<br/></p> </html>