Medizinische KI mit Datenschutz

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<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/tr/artikel/Medizinische-KI-mit-Datenschutz-4428179.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p><figure class=„printversionlogo“><svg preserveaspectratio=„xMinYMin“ xmlns=„http://www.w3.org/2000/svg“ viewbox=„0 0 600 190“ width=„180“ height=„57“><path d=„M398.25,125.73H379.5L370,169.45l-8.47-43.73H342.22l-9.3,43.35-8.62-43.35h-19l16.88,62H342l9.15-41.4,9.07,41.4h19.65Zm-92.17,34.8v-.83c0-17.25-7.87-35.93-31.12-35.93-24.22,0-31.87,18.52-31.87,34.13,0,20.1,12.45,32.1,31.35,32.1,12.83,0,23.85-6.15,30.9-17.92L291.53,165a16.5,16.5,0,0,1-15.67,11c-8.47,0-14.17-6.45-14.17-14.7v-.67h44.4ZM274.8,136.9c7.5,0,12.15,5.33,12.38,12.23H261.75c.83-5,4.35-12.23,13-12.23M217.42,97.6h18.15v16.27H217.42Zm0,28.2h18.15v62H217.42Zm-5.25-.07H193.42L183.15,167.8l-11-42.07H152.77l20.18,62h19.13ZM154,160.53v-.83c0-17.25-7.87-35.93-31.12-35.93C98.63,123.77,91,142.3,91,157.9,91,178,103.43,190,122.33,190c12.83,0,23.85-6.15,30.9-17.92l-13.73-7.2a16.5,16.5,0,0,1-15.67,11c-8.48,0-14.17-6.45-14.17-14.7v-.67Zm-31.2-23.62c7.5,0,12.15,5.33,12.38,12.23H109.72c.75-5,4.35-12.23,13.05-12.23m-50.7,17.33c8.7-3.67,16.43-9.37,16.43-23.17,0-23-19.95-27.23-31.87-27.23H21.15v83.85h19V157.75H52.95l16,29.92h21.6Zm-15.52-12H40.05v-22.8H56.7c3.52,0,13.05.23,13.05,11.17,0,2.63-1.8,11.63-13.2,11.63M600,22H580.57l-10.2,44.4L560.18,22H540.75l18,58.28c1,3,1.28,4.27,1.28,5.93,0,2.1-1.2,4.5-6.68,4.5h-9.6V105.3H559.2c5.47,0,9.15-.67,12.9-4.73,3.22-3.45,4.65-7.2,6.07-11.62Zm-82.05,29.1c0,6.3-.6,16.12-11.4,16.12-9.9,0-11.55-7.95-11.55-16.72,0-3.9.6-15.9,11.18-15.9s11.77,8.7,11.77,16.5m1-29v5.7c-3.3-3.22-8.18-6.75-17.18-6.75C486.9,21,476.1,32.78,476.1,51.23c0,24.07,15.53,29.93,25.65,29.93,8.32,0,12.07-2.62,16.28-5.32v8.4c0,7-4.05,9.82-10.8,9.82-9.53,0-11.25-4.8-11.25-8.93H477.15v.75c0,13.5,11.63,20.25,28.35,20.25,20.18,0,30.75-7.58,30.75-23.7V22ZM437.7,20C414.53,20,405,36.82,405,52.5c0,24.45,17.1,33.3,33.3,33.3,20.78,0,33.38-12.82,33.38-32.93,0-14.85-8-32.92-34-32.92m.83,51.23c-10.72,0-15.07-8.18-15.07-18.53,0-13,7.28-18.15,14.18-18.15,10,0,15.6,5.85,15.6,19-.08,9.23-4.58,17.63-14.7,17.63M380.33,0h18.15V83.93H380.33ZM340,20c-23.17,0-32.7,16.87-32.7,32.55,0,24.45,17.1,33.3,33.3,33.3,20.78,0,33.38-12.82,33.38-32.93C374,38,366,20,340,20m.83,51.23c-10.72,0-15.08-8.18-15.08-18.53,0-13,7.28-18.15,14.17-18.15,10,0,15.6,5.85,15.6,19-.07,9.23-4.57,17.63-14.7,17.63M300.9,83.93V39.3c0-12.6-6.67-19-19.28-19-8.7,0-14.47,3.45-17.47,7V21.75H245.63v62h18.3V49.2c0-8.32,1.2-14.25,9.6-14.25,7.35,0,9,4.88,9,10.72V83.92Zm-65.18,0V41.47c0-13.2-6.9-21.3-19.72-21.3-3.6,0-11,.83-17.7,8.33V0H180V83.93h18.3V51.23c0-9.75,2.25-15.45,9.9-15.45,9,0,9.38,8.18,9.38,14.63V83.93ZM175.8,69.3,162,62.18c-1.27,3.9-4.87,9.3-12,9.3-10.12,0-13.8-10.8-13.8-18.68,0-7.5,3.45-18.68,13.2-18.68,7.13,0,10.42,5.25,12.15,8.7l13.58-7.72c-8.7-13.8-20.92-15-26.48-15-14,0-31.12,8.47-31.12,33.3,0,23.32,16.27,32.55,30.75,32.55,9.45,0,20.47-4.43,27.52-16.65M113.33,56.7v-.82c0-17.25-7.87-35.93-31.13-35.93C58,19.95,50.33,38.47,50.33,54.07c0,20.1,12.45,32.1,31.35,32.1,12.82,0,23.85-6.15,30.9-17.93l-13.8-7.12a16.5,16.5,0,0,1-15.68,11C74.7,72.15,69,65.7,69,57.38V56.7ZM82.05,33.07c7.5,0,12.15,5.32,12.38,12.22H69c.82-5,4.43-12.22,13.05-12.22M58.73,16.5,62.48,0H0V16.5H21.15V83.85h19V16.5Z“ fill=„#ce001e“/></svg></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/tr/imgs/08/2/6/8/2/8/0/5/Roboter_Gesicht-35cfe29aefe3ca82.jpeg“ alt=„Roboter, Gesicht, K&#252;nstliche Intelligenz KI“/></figure><p><strong>An der Stanford University l&#228;uft der erste gro&#223;e Test, bei dem Maschinenlern-Algorithmen aus Patientendaten lernen, die vor unbefugten Zugriffen gesch&#252;tzt sind.</strong></p> <p>K&#252;nstliche Intelligenz-Systeme (KI) k&#246;nnten in der Medizin eine gro&#223;e Hilfe sein und Krankheiten diagnostizieren, ihnen vorbeugen sowie unsere Lebensdauer verl&#228;ngern. Doch dieses Potenzial hat einen Haken: KI-Algorithmen ben&#246;tigen riesige Datenmengen zum Lernen, allerdings k&#246;nnen medizinische Aufnahmen, genetische Informationen und elektronische Patientenakten sensible pers&#246;nliche Informationen enthalten. Deshalb arbeiten Forscher der Stanford Medical School gemeinsam mit der der University of California (UC) Berkeley, deren Ausgr&#252;ndung Oasis Labs, sowie Wissenschaftlern der ETH Z&#252;rich daran, den Lernprozess so abzusichern, dass die Daten nicht in unbefugte H&#228;nde geleakt oder anderweitig missbraucht werden k&#246;nnen.</p> <p>Im Rahmen eines Anfang Mai gestarteten gro&#223;angelegten Tests k&#246;nnen Patienten mit Augenproblemen w&#228;hlen, ob sie ihre medizinischen Daten dem Training einer KI zur Verf&#252;gung stellen wollen. Diese soll Erkrankungen wie diabetische Retinopathie (Netzhautsch&#228;den durch zu hohen Blutzucker) und Glaukome (Netzhaut- und Sehnerv-Sch&#228;den) anhand von Aufnahmen diagnostizieren lernen, ohne dass die Algorithmen jemals Zugriff auf pers&#246;nliche Daten haben. Die Patienten geben in einer <a href=„https://kara.cloud/#/“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>App [1]</strong></a> ophthalmologische Testergebnisse und Daten aus ihrer Krankengeschichte frei.</p> <h3 class=„subheading“>Chip gesichert</h3> <p>Oasis Labs speichert die privaten Patientendaten auf einem gesicherten Chip, den es zusammen mit der UC Berkeley entwickelt hat. Die Daten bleiben dabei stets innerhalb der Oasis-Cloud. Au&#223;enstehende k&#246;nnen Algorithmen einspeisen und Ergebnisse erhalten, ohne dass die Daten selbst jemals das System verlassen. Trifft eine Zugriffsanfrage ein, wird <a href=„https://www.heise.de/tr/artikel/Schlaue-Vertraege-voller-Luecken-3986434.html“><strong>ein sogenannter smarter Vertrag [2]</strong></a> ausgel&#246;st, also eine Software, die einer Blockchain vorgeschaltet ist. Die Software notiert, wie die Daten verwendet wurden und pr&#252;ft zudem, ob die Maschinenlern-Programmierung korrekt ausgef&#252;hrt wurde. „Es ist sehr spannend, dass wir das mit echten Daten testen k&#246;nnen, um zu zeigen, dass es funktioniert“, sagt Dawn Song, Mitgr&#252;nder von Oasis Labs und Professorin an der UC Berkeley. Je mehr Daten in das Training hineinflie&#223;en, desto genauer werde das System.</p> <p>Probleme bei der Handhabung privater Patientendaten zeichnen sich schon seit einiger Zeit ab. In vielen L&#228;ndern ist es etwa aus rechtlichen Gr&#252;nden nicht einfach, medizinische Akten f&#252;r das Trainieren von KI zu nutzen. Selbst wenn es m&#246;glich ist, werden in der Regel relativ kleine Datenmengen verwendet, was das Potenzial der Technologie erheblich einschr&#228;nkt. Das will Oasis Lab nun &#228;ndern.</p> <h3 class=„subheading“>Streng vertrauliche Informationen</h3> <p>Die neue Schutztechnologie k&#246;nnte es auch einfacher machen, KI auf andere vertrauliche Informationen wie Finanzberichte, die Kaufgewohnheiten von Kunden oder Surfdaten im Internet anzuwenden. Laut Song ist geplant, die medizinischen Anwendungen zu erweitern, bevor auf andere Bereiche verwiesen wird.</p> <div class=„rtetextbox akwa-inline-textbox rtepos_right col-lg-4 col-md-5 col-sm-5 col-xs-12 akwa-inline–right“> <h4>Lesen Sie mehr zum Einsatz von KI in der Medizin:</h4> <ul><li><a href=„https://www.heise.de/tr/artikel/Warum-erkennen-KI-Systeme-Menschen-mit-Behinderungen-so-schlecht-4278394.html“><strong>Warum erkennen KI-Systeme Menschen mit Behinderung so schlecht? [3]</strong></a></li> <li><a href=„https://www.heise.de/tr/artikel/KI-erkennt-Depression-4271725.html“><strong>KI erkennt Depression [4]</strong></a></li> <li><a href=„https://www.heise.de/tr/artikel/Lernstoff-So-sammeln-KI-Trainer-Daten-fuer-Kuenstliche-Intelligenzen-4225614.html“><strong>Lernstoff: So sammeln KI-Trainer Daten f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenzen [5]</strong></a><br/></li> <li><a class=„heiseplus-lnk“ href=„https://www.heise.de/hintergrund/KI-erkennt-Krebs-Neuronale-Netze-in-der-Radiologie-4301435.html“><strong>KI erkennt Krebs: Neuronale Netze in der Radiologie [6]</strong></a></li> <li><a class=„heiseplus-lnk“ href=„https://www.heise.de/hintergrund/Dr-Watson-weiss-nicht-weiter-4313834.html“><strong>KI im Gesundheitssystem: Dr. Watson wei&#223; nicht weiter [7]</strong></a></li> <li><a class=„heiseplus-lnk“ href=„https://www.heise.de/hintergrund/Der-zweite-Hype-der-Genmedizin-4259471.html“><strong>Der zweite Hype der Genmedizin [8]</strong></a><br/></li> </ul></div> <p>„Es ist eine unglaublich starke Idee, Berechnungen durchzuf&#252;hren und dabei [sensible] Daten geheim halten zu k&#246;nnen“, sagt David Evans von der University of Virginia.</p> <h3 class=„subheading“>&#220;ber Krankh&#228;user hinweg</h3> <p>Wenn maschinelles Lernen &#252;ber Krankenh&#228;user und verschiedene Patientengruppen hinweg angewandt werde, er&#246;ffne das v&#246;llig neue M&#246;glichkeiten daf&#252;r, Krankheiten mit Genomik- und anderen Testergebnissen sowie weiteren Patienteninformationen zu verkn&#252;pfen, sagt der Experte f&#252;r maschinelles Lernen und Sicherheit. „Es w&#228;re sch&#246;n, wenn Forscher in allen medizinischen Unterlagen nachlesen k&#246;nnten“, sagt Evans. „Sie k&#246;nnten analysieren, warum ein Medikament nicht wirkt. Aber das geht heute noch nicht.“</p> <p>Trotz dieser M&#246;glichkeiten gibt sich Evans vorsichtig. Das Speichern von Daten in sicherer Hardware k&#246;nne zu einem potenziellen Fehler f&#252;hren. Wenn der Hersteller der Datensicherungs-Hardware gehackt wird, sind alle verarbeiteten Daten gef&#228;hrdet. Die Sicherheit von Blockchains sei relativ unbewiesen, f&#252;gt er hinzu. Bei Oasis Labs' Ansatz „kommen viele verschiedene Technologien zusammen. Einige sind ausgereift, w&#228;hrend andere zwar auf dem neuesten Stand sind, aber noch mit Herausforderungen k&#228;mpfen.“</p> <hr/><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/><small>

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<strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/tr/artikel/Schlaue-Vertraege-voller-Luecken-3986434.html

</small><br/><small>

<strong>[3]</strong>&#160;https://www.heise.de/tr/artikel/Warum-erkennen-KI-Systeme-Menschen-mit-Behinderungen-so-schlecht-4278394.html

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<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/tr/artikel/KI-erkennt-Depression-4271725.html

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<strong>[5]</strong>&#160;https://www.heise.de/tr/artikel/Lernstoff-So-sammeln-KI-Trainer-Daten-fuer-Kuenstliche-Intelligenzen-4225614.html

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<strong>[6]</strong>&#160;https://www.heise.de/hintergrund/KI-erkennt-Krebs-Neuronale-Netze-in-der-Radiologie-4301435.html

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<strong>[7]</strong>&#160;https://www.heise.de/hintergrund/Dr-Watson-weiss-nicht-weiter-4313834.html

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<strong>[8]</strong>&#160;https://www.heise.de/hintergrund/Der-zweite-Hype-der-Genmedizin-4259471.html

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