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<figure class="aufmacherbild"><img src="https://1.f.ix.de/scale/geometry/695/q75/imgs/18/1/8/8/5/7/9/3/flyweb-architecture-diagrams-5e1994cb747c0a3a.jpeg"/><figcaption><p class="source">(Bild: <a href="https://2r4s9p1yi1fa2jd7j43zph8r-wpengine.netdna-ssl.com/files/2016/09/flyweb-architecture-diagrams.jpg" target="_blank" rel="external">hacks.mozilla.org</a> )</p>
</figcaption></figure><!-- RSPEAK_START --><!-- RSPEAK_START --><p class="meldung_anrisstext"><strong>Die in Firefox Nightly implementierten "FlyWeb"-Server ermöglichen den spontanen Datenaustausch im lokalen Netzwerk ohne Umweg über das Internet – sogar von einer Webseite aus. </strong></p>
<p>"FlyWeb" heißt ein bemerkenswertes neues <b>Projekt von Mozilla [1]</b>. Dabei geht es um Mini-Webserver, die nicht über das Internet kommunizieren, sondern über das lokale Netzwerk. Die Idee ist, dass Benutzer oder vernetzte Geräte untereinander ohne Umweg über einen zentralen Server Daten austauschen können – ein Konzept, das vage an das inzwischen eingestellte <b>Opera Unite [2]</b> erinnert. </p>
<h3 class=„subheading“>Namentliche Identifizierung</h3> <p>Ein Beispiel ist etwa die Steuerung einer Drohne über den Browser, was bisher nur über eine eingetippte lokale IP möglich war. Stattdessen stellt das Gerät einen FlyWeb-Server zur Verfügung, der die namentliche Identifizierung ermöglicht. Bei der Kommunikation kommen Standard-Webtechniken wie HTTP und WebSockets zum Einsatz. Die Hardware-Anforderungen für den Server sollen sehr gering sein.</p> <p>Benutzer können sich auch untereinander vernetzen, etwa für Browser-Spiele. Über die JavaScript-Anweisung `navigator.publishServer()` kann nämlich eine Webseite einen eigenen FlyWeb-Server starten. Wer im lokalen Netz angemeldet ist, kann sich zu dieser Seite verbinden und die Inhalte von dort abrufen; für Steuerkommandos steht ein WebSockets-Kanal zur Verfügung. So ein Netzwerk soll sich spontan einrichten lassen und weist wesentlich geringere Latenz auf, als wenn jeder Spieler über das Internet steuert.</p> <h3 class=„subheading“>Zeroconf-Netzwerke</h3> <p>Technische Basis ist das Konzept der „Zeroconf“-Netzwerke, dessen zentrale Bausteine auf .local endende 16 Byte lange UUID-Hostnamen sind. Die Auflösung in IP-Adressen erfolgt über mDNS (Multicast DNS), bei dem alle Geräte im lokalen Netzwerk simultan nach einer IP befragt werden.</p> <p>Nachdem ein kleines Mozilla-Team seit etwa einem halben Jahr an der Implementierung arbeitet, ist dieses Feature <b>jetzt in Firefox Nightly eingebaut [3]</b>. Es bedarf allerdings noch der Aktivierung durch den Config-Schalter `dom.flyweb.enabled`. Ein Menüpunkt im Browser kann dann das lokale Netz nach „Nearby FlyWeb Services“ durchsuchen und die Verbindung herstellen.</p> <p><!– AUTHOR-DATA-MARKER-BEGIN –>
<!– RSPEAK_STOP –> (<b>kbe [4]</b>) <br class=„clear“/><!– RSPEAK_START –><!– AUTHOR-DATA-MARKER-END –></p>
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<strong>URL dieses Artikels:</strong><br/>
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mozilla-veroeffentlicht-FlyWeb-Miniserver-fuer-lokale-Netze-3316292.html
</p>
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<strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/>
  [1] https://flyweb.github.io/<br/>
  [2] https://www.heise.de/newsticker/meldung/Opera-Unite-ist-fertig-865448.html<br/>
  [3] https://hacks.mozilla.org/2016/09/flyweb-pure-web-cross-device-interaction/<br/>
  [4] mailto:kbe@heise.de<br/></p>
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