Verimi: Datenschutzfreundliche europäische Identitäts-Plattform startet

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<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verimi-Datenschutzfreundliche-europaeische-Identitaets-Plattform-startet-4014011.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p><figure class=„printversionlogo“><img src=„https://1.f.ix.de/icons/svg/logos/svg/heiseonline.svg“ alt=„heise online“ width=„180“ heigth=„40“/></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/4/0/2/3/4/3/Set_8_MN__771_dchen_im_Cafae__DSC5349_dashboard-min-e6a402968f72c20c.jpeg“ alt=„Verimi: Datenschutzfreundliche europ&#228;ische Identit&#228;ts-Plattform startet“/><figcaption class=„akwa-caption“><p class=„source akwa-captionsource“>(Bild:&#160;Verimi)</p> </figcaption></figure><p><strong>Hinter der Daten- und Identit&#228;tsplattform Verimi stehen zahlreiche deutsche Gro&#223;unternehmen, die datenhungrigen US-Riesen eine nutzerfreundliche und transparente Alternative entgegensetzen wollen.</strong></p> <p>Mit <strong>Verimi[1]</strong> startet am heutigen Dienstag eine europ&#228;ische Datenplattform, bei der Nutzer ihre pers&#246;nlichen Daten sicher hinterlegen und f&#252;r Anmeldung sowie Identifikation bei verschiedenen Online-Diensten einsetzen k&#246;nnen. Zun&#228;chst geht das Anmelden mit Verimi beim Online-Banking der Deutschen Bank, bei einigen Angeboten der Bundesdruckerei und einigen Startups. Sowohl der Funktionsumfang von Verimi als auch der Kreis der Partner, bei denen man sich mit dem gr&#252;nen Button anmelden kann, sollen in den kommenden Wochen und Monaten ausgebaut werden.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_eine_digitale1“>Eine digitale Identit&#228;t</h3> <p>In Zukunft sollen Nutzer mit Verimi auch Zahlungen oder eine qualifizierte digitale Signatur leisten und digitale Personaldokumente hinterlegen k&#246;nnen, erkl&#228;rt Verimi-CEO Donata Hopfen im Gespr&#228;ch mit heise online: &#8220;Das ist der Weg dahin, eine abgesicherte digitale Identit&#228;t f&#252;r den Nutzer zu liefern.&#8221; Die Daten werden abgesichert in europ&#228;ischen Rechenzentren gespeichert. &#8220;Wir gen&#252;gen h&#246;chsten Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen&#8221;, betont Verimi-CTO Holger Friedrich.</p> <p><strong>Verimi wurde im Fr&#252;hjahr 2017 gegr&#252;ndet.[2]</strong> Der Name des Startups geht auf das englische „verify me“ zur&#252;ck. Das Unternehmen will den Diensten von US-Riesen wie Facebook und Google eine europ&#228;ische Alternative entgegensetzen &#8211; eine Alternative, bei der die Nutzer selbst die Kontrolle &#252;ber die Verwendung der von ihnen hinterlegten Daten haben. &#8220;Wir geben dem Nutzer seine Selbstbestimmung zur&#252;ck&#8221;, betont Hopfen. &#8220;Mit den Daten passiert nichts, was der Nutzer nicht will.&#8221;</p> <div class=„apester-media“ data-context=„true“ data-fallback=„true“ data-tags=„“ data-token=„5a659b370b0e0c0001667550“/> <p>Verimi ist eine offene Plattform, die von Anwendungspartnern mit Standardprotokollen wie OAuth 2.0 und OpenID eingebunden werden k&#246;nnen. Zum Start entspricht Verimi dem zweiten &#8220;Level of Assurance&#8221; (LoA) nach dem ISO-Standard f&#252;r Authentifizierung. Damit wird die Identit&#228;t des Nutzers gegen&#252;ber Anwendungen und Dienstleistern in verschiedenen Stufen garantiert.</p> <p>&#8220;Wir starten jetzt mit LoA2&#8221;, erkl&#228;rt Friedrich. &#8220;Level 3, das zum Beispiel im Bankenumfeld ein Rolle spielt, beherrschen wir jedoch heute schon. Weitergehende Funktionen f&#252;r beispielsweise Versicherungen oder Telekommunikationsunternehmen ziehen wir in den n&#228;chsten Wochen nach. Die Anbindung von B&#252;rgerportalen der L&#228;nder und Kommunen ist mit der Freischaltung der Governikus-Schnittstellen noch im April ebenso gew&#228;hrleistet.&#8221;</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_beh&#246;rdeng&#228;nge2“>Beh&#246;rdeng&#228;nge und Ausweise</h3> <p>Bis zum Ende des Jahres sollen dann auch Funktionen f&#252;r den Personalausweis und andere amtlichen Dokumente kommen. &#8220;Das h&#246;chste Level 4, bei dem man Personaldokumente hinterlegen kann, wollen wir bis zum Ende des Jahres aufgeschaltet haben&#8221;, erkl&#228;rt Friedrich. &#8220;Wir decken dann alle Level of Assurance ab.&#8221; Damit kann man mit Verimi dann zum Beispiel Beh&#246;rdeng&#228;nge online erledigen &#8211; immer vorausgesetzt, die Gemeinde bietet entsprechende Dienste auch an und bindet Verimi ein.</p> <p>Der Anwender entscheidet dabei selbst, welche Daten er hinterlegt und wie weit er die Identifikationsdienste nutzen m&#246;chte. Ihre Daten k&#246;nnen Nutzer selbst hinterlegen oder von ihrem Konto bei einem Partnerunternehmen zu Verimi &#252;bertragen. Die f&#252;r Android und iOS erh&#228;ltliche Smartphone-App (Android und iOS) dient dabei auch zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die pers&#246;nlichen Daten werden von Verimi einmal in einem Video-Ident-Verfahren durch den Partner WebID verifiziert und k&#246;nnen dann eingesetzt werden. &#8220;Der Vorteil ist, man identifiziert sich bei uns nur einmal und kann diese Identifikation dann immer wieder verwenden&#8221;, sagt Hopfen</p> <div class=„gallery compact“ data-content-id=„4014013“ data-data-url=„/bilderstrecke/bilderstrecke_4014013.html?view=jsonp“ data-debug=„0“ data-image-cursor=„0“ data-inline-color-schema=„light“ data-inline-layout=„compact“ data-noscript-url=„/newsticker/bilderstrecke/bilderstrecke_4014013.html?back=4014011“ data-title=„Datenplattform Verimi“>Bild 1 von 4 <div class=„gallery-inner“> <figure><strong><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/696/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/71/2/4/0/2/3/4/5/verimi-01-6e2c21bb7b8a4f3d.jpg“/></strong></figure></div> <strong>[4]</strong> </div> <p>Derzeit funktioniert der Login mit Verimi nur mit dem Online-Banking der Deutschen Bank und bei der Bundesdruckerei. Parallel dazu sind die Startups <strong>Weltsparen[5]</strong>, <strong>Compaio[6]</strong> und <strong>Docynet[7]</strong> angebunden. Es ist jedoch geplant, das im Laufe der n&#228;chsten Wochen und Monate schnell weitere Anwendungsf&#228;lle hinzukommen, unter anderem von den beteiligten Gesellschaftern.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_illustrer3“>Illustrer Gesellschafterkreis</h3> <p>Unter den zehn Gesellschaftern, die jeweils zehn Prozent der Anteile halten, sind gro&#223;e Namen: Die Allianz-Versicherungsgruppe, der Axel-Springer-Verlag, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Here Technologies, Giesecke + Devrient und die Lufthansa sowie die Bundesdruckerei und der IT-Thinktank Core, von dem auch CTO Friedrich kommt. Am Standort Berlin gibt es derzeit rund 30 festangestellte Mitarbeiter, weitere 80 Entwickler kommen aus dem Gesellschafterkreis dazu. Verimi ist als Startup mit 50 Millionen Euro Startkapital solide ausgestattet, &#252;ber eine zweite Finanzierungsrunde wird derzeit verhandelt.</p> <p>Anwendungsf&#228;lle f&#252;r Verimi wird es k&#252;nftig immer mehr geben. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung verlangt von Unternehmen, ihren Kunden mehr Transparenz und Mitsprache bei der Verwendung von pers&#246;nlichen Daten zu geben. Andererseits fordert das EU-Recht auch, dass sich Kunden bei bestimmten Transaktionen nachweisbar identifizieren m&#252;ssen &#8211; zum Beispiel beim Erwerb einer Prepaid-SIM-Karte f&#252;r ein Smartphone.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_mobile_connect_4“>Mobile Connect</h3> <p>Auch deshalb ist Verimi nicht nur f&#252;r Gesellschafter Telekom interessant, sondern auch f&#252;r Vodafone und Telef&#243;nica/O2. Die drei deutschen Mobilfunknetzbetreiber wollen im Laufe des Jahres ein <strong>Verfahren f&#252;r die Identifikation mit dem Smartphone[8]</strong> anbieten, das auf dem <strong>GSMA-Standard Mobile Connect[9]</strong> beruht. Auch dieses System soll dann bei Verimi andocken. Dar&#252;ber hinaus d&#252;rften auch die anderen Gesellschafter schon an der Integration des Dienstes arbeiten.</p> <p>Unterdessen entwickeln United Internet, RTL und die ProSiebenSat1-Gruppe ihr eigenes Login-System weiter. Inzwischen hat die Initiative auch einen Namen: NetID soll ein &#8220;offener Industriestandard&#8221; werden, mit dem &#8220;jede Website in Europa ihren Nutzern einen sicheren und datenschutzkonformen Log-in bieten kann. Unter dem Dach einer Stiftung will das bisher als &#8220;<strong>Log-in-Allianz[10]</strong>&#8221; bekannte B&#252;ndnis das System weiterentwickeln und Anbieter bei der Umsetzung des neuen europ&#228;ischen Datenschutzrechts unterst&#252;tzen. (<strong>vbr[11]</strong>)<br class=„clear“/></p> <hr/><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/><small>

http://www.heise.de/-4014011

</small></p> <p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/><small>

<strong>[1]</strong>&#160;http://www.verimi.de

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<strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Deutsche-Konzerne-bauen-Datenplattform-gegen-Google-Co-3705594.html

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<strong>[3]</strong>&#160;https://www.heise.de/newsticker/bilderstrecke/bilderstrecke_4014013.html?back=4014011

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<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/newsticker/bilderstrecke/bilderstrecke_4014013.html?back=4014011

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<strong>[5]</strong>&#160;https://www.weltsparen.de

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<strong>[6]</strong>&#160;https://compaio.de/

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<strong>[7]</strong>&#160;http://docyet.com

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<strong>[8]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Netz-Login-per-Mobile-Connect-Mobilfunkprovider-bieten-Identifikation-fuer-Netzdienste-per-Handy-3962889.html

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<strong>[9]</strong>&#160;https://www.gsma.com/identity/mobile-connect

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<strong>[10]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Medien-und-Internet-Unternehmen-gruenden-Log-in-Allianz-3784989.html

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<strong>[11]</strong>&#160;mailto:vbr@ct.de

</small><br/></p> <p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2018 Heise Medien</em></p> </html>