Das hilft bei Seekrankheit | float Magazin

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<html> <div id=„page-1“><p class=„has-link“>Seekrankheit ist weder peinlich noch ein Zeichen von Schw&#228;che. Sie kann aber auf dem Wasser zu einem Sicherheitsrisiko werden. Denn ein davon stark betroffener Mensch ist bewegungs-, handlungs- und entscheidungsunf&#228;hig. Leiden mehrere Crewmitglieder unter Seekrankheit, l&#228;sst sich der Bordbetrieb schwerlich aufrechterhalten. Das kann bei entsprechender Wind- und Wettersituation einem Notfall gleichkommen.</p><p class=„has-link“>Es ergibt daher nicht nur aus pers&#246;nlicher Sicht, sondern auch in Hinblick auf verantwortungsbewusste Schiffsf&#252;hrung Sinn, sich mit dem Thema zu befassen und auf alle damit zusammenh&#228;ngenden Aspekte vorbereitet zu sein.</p><p class=„has-link“>Seekrankheit z&#228;hlt zu den Kinetosen (Bewegungskrankheiten) und erinnert daran, dass sich der Mensch auf diesem Planeten an Land entwickelt hat. Wir sind also weniger f&#252;r die Bewegung in der Luft oder auf dem Wasser geschaffen. Befinden wir uns auf einer schaukelnden, rollenden Yacht, sind die Sinnesorgane &#8211; Auge, Innenohr, K&#246;rperrezeptoren &#8211; mit Reizen konfrontiert, die scheinbar nicht zusammenpassen und von unserem Gehirn nicht gedeutet werden k&#246;nnen. &#8222;Mismatch&#8220; nennen die Mediziner dieses Durcheinander an Empfindungen, das eine mehr oder weniger starke Stressreaktion ausl&#246;st.</p><h2>Schwindel, Schwei&#223;ausbr&#252;che, &#220;belkeit</h2><p class=„has-link“>Dabei werden eine Reihe von Botenstoffen ausgesch&#252;ttet, darunter in gro&#223;en Mengen Histamin. Wer empfindlich auf Histamin reagiert oder es nicht rasch abbauen kann, f&#252;hlt sich unwohl. Zun&#228;chst kommt es zu M&#252;digkeit, Bl&#228;sse, verminderter Konzentration, vermehrtem Speichelfluss und zunehmender Lethargie. Die typischen Symptome der Seekrankheit sind Schwindel, Schwei&#223;ausbr&#252;che, Koordinationsst&#246;rungen und &#220;belkeit bis zum Erbrechen.</p><figure id=„188866“ class=„wp-caption alignnone c2“><img class=„lazy size-full wp-image-188866“ src=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit.jpg“ alt=„Seekrankheit“ width=„1200“ height=„800“ srcset=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit.jpg 1200w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit-768x512.jpg 768w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit-670x447.jpg 670w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit-600x400.jpg 600w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit-400x267.jpg 400w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit-300x200.jpg 300w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2025/06/anna_malin_seekrankheit-560x373.jpg 560w“ sizes=„auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„wp-caption-text“>Ca. 30 Prozent aller Menschen sind seekrankheitsgef&#228;hrdet &#169; Anna und Malin</figcaption></figure><p class=„has-link“>Erbrechen wird von manchen Forschern als Schutzreflex des K&#246;rpers interpretiert. Denn die genannten Symptome k&#246;nnten auch auf eine Vergiftung mit sogenannten Neurotoxinen hinweisen. In den schlimmsten F&#228;llen sind die Seekranken so verzweifelt, dass sie Suizidgedanken hegen. Am liebsten w&#252;rden sie &#252;ber Bord springen, um ihrem Leiden ein Ende zu machen.</p><h2>Wen trifft es?</h2><p class=„has-link“>Rund 30 Prozent der Menschen haben ein hohes Risiko seekrank zu werden. Verbunden ist das unter anderem mit Geschlecht (Frauen erkranken h&#228;ufiger als M&#228;nner), Alter (Junge erkranken h&#228;ufiger als &#196;ltere), verschiedenen Grunderkrankungen sowie dem weiblichen Hormonzyklus (h&#246;here Anf&#228;lligkeit w&#228;hrend der Menstruation).</p><p class=„has-link“>Das Mismatch-Konzept sowie der erh&#246;hte Histaminspiegel, der in diversen Studien als entscheidender Ausl&#246;ser der <a class=„is-link“ href=„https://floatmagazin.de/leute/simpler-trick-bei-seekrankheit/“ target=„_blank“ rel=„noopener“>Seekrankheit</a> identifiziert wurde, liefern den Ansatz sowohl f&#252;r vorbeugende als auch therapeutische Ma&#223;nahmen.</p><h2>Wie kann man sich sch&#252;tzen?</h2><p class=„has-link“>Wie oben erw&#228;hnt, l&#246;st Stress vermehrte Histamin-Aussch&#252;ttung aus. Es macht also Sinn, ebendiesen generell zu reduzieren, ehe man die Leinen loswirft. Konkret bedeutet das: Auf ausreichend Schlaf achten, nicht per Smartphone oder Tablet den beruflichen E-Mail-Account checken, Zeitdruck und Konfliktsituationen vermeiden sowie an Bord m&#246;glichst viel subjektive Sicherheit schaffen.</p><figure id=„163401“ class=„wp-caption alignnone c2“><img class=„lazy size-full wp-image-163401“ src=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1.jpg“ alt=„“ width=„1200“ height=„800“ srcset=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1.jpg 1200w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-768x512.jpg 768w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-670x447.jpg 670w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-500x333.jpg 500w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-600x400.jpg 600w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-400x267.jpg 400w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-300x200.jpg 300w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-01_1-560x373.jpg 560w“ sizes=„auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„wp-caption-text“>M&#252;digkeit ist ein erstes Anzeichen &#169; Anna und Malin</figcaption></figure><p class=„has-link“>Histamin wird aber nicht nur vom K&#246;rper gebildet, sondern auch &#252;ber die Nahrung aufgenommen. Daher sollten sich Menschen, die zu Seekrankheit neigen, an histaminarme Kost halten &#8211; und zwar nicht nur an Bord, sondern idealerweise bereits zwei Wochen vor T&#246;rnbeginn.</p><h2>Alles, was lange reift</h2><p class=„has-link“>Die Liste der zu meidenden Lebensmittel ist allerdings lang und umfasst viele Waren, die typischerweise in der Pantry gestaut werden. Alle Nahrungsmittel, die lange reifen, wie Salami, Rohschinken, Hartk&#228;se, ger&#228;ucherte Fleischwaren sowie Tomaten, N&#252;sse und Schokolade stehen ebenso darauf wie Hefe- und Weizenprodukte, Dosen, Konserven sowie Fertiggerichte.</p><p class=„has-link“>Auch von Alkohol ist grunds&#228;tzlich abzuraten. Als wahre Histaminbombe gilt Rotwein. Nach lustvollem Genuss klingt das nicht gerade, das geringere &#220;bel als die gef&#252;rchtete &#220;belkeit d&#252;rfte eine Histamin-Di&#228;t aber allemal sein.</p></div><div id=„page-2“><p class=„has-link“>Auch mit umsichtiger Routenplanung kann man sich und seinen Mitseglern das Leben erleichtern. Wird bei Wind und Welle eine harte Kreuz gesegelt oder unter Motor gegenangestampft, erh&#246;ht das die Wahrscheinlichkeit, dass an Bord die Seekrankheit ausbricht. Raumschots kann es durch die Schlingerbewegungen sogar noch unangenehmer werden.</p><p class=„has-link“>Manche machen deswegen kurze Etappen, andere bleiben auf See und haben es dann schneller hinter sich. Es ist individuell so verschieden, dass man keine festen Regeln setzen kann. Sonne hilft &#252;brigens auch &#8211; unter blauem Himmel werden Menschen tats&#228;chlich seltener seekrank als unter grauen Wolken, vielleicht auch, weil Sonne dem Gem&#252;t gut tut.</p><h2>Verhalten an Bord</h2><p class=„has-link“>Der ruhigste Platz auf einer Yacht befindet sich am Kreuzungspunkt von L&#228;ngs- und Querachse. Den Aufenthalt unter Deck sollte man meiden, da hier (sofern man die Augen offen hat) die Diskrepanz der Sinneseindr&#252;cke am h&#246;chsten ist. An Deck muss man allerdings auf Ausk&#252;hlung achten und sicher sein, dass die Person nicht &#252;ber Bord gehen kann. Ist der Gang unter Deck n&#246;tig, etwa f&#252;r den Besuch der Toilette, dann darauf achten, dass die Person auf dem Weg dorthin nicht f&#228;llt.</p><p class=„has-link“>Ausnahme: Wer glaubt, ein Nickerchen halten zu k&#246;nnen, sollte das tun. Denn Schlaf senkt den Histamin-Spiegel besonders effektiv. Idealerweise liegt man m&#246;glichst flach auf dem R&#252;cken, positioniert die F&#252;&#223;e in Fahrtrichtung und verkeilt den Kopf mit zus&#228;tzlichen Kissen.</p><figure id=„163389“ class=„wp-caption alignnone c2“><img class=„lazy size-full wp-image-163389“ src=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02.jpg“ alt=„“ width=„1200“ height=„777“ srcset=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02.jpg 1200w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-768x497.jpg 768w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-670x434.jpg 670w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-500x324.jpg 500w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-600x389.jpg 600w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-400x259.jpg 400w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-300x194.jpg 300w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-Anna-Malin-02-560x363.jpg 560w“ sizes=„auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„wp-caption-text“>An die Pinne gehen hilft &#169; Anna und Malin</figcaption></figure><p class=„has-link“>Die Messf&#252;hler im Innenohr (Bogeng&#228;nge) sollten m&#246;glichst wenig Signale weiterleiten m&#252;ssen. Das tun sie, wenn der Kopf geradegehalten wird. Am besten schaut man nach vorne und fixiert den Horizont oder die K&#252;ste. Die Datenverarbeitung von Auge, Innenohr und Propriozeption passt dabei zur Bewegung. Hilfreich ist es auch, das Steuer zu &#252;bernehmen, denn man antizipiert die Bewegung und man kann sich dabei mit der Welle bewegen.</p><p class=„has-link“>Beides erleichtert die Synchronisation von Optik und Bewegungsreizen. Stehen ist besser als Sitzen, der Kopf sollte weder gedreht noch geneigt werden, sondern zusammen mit Hals und Oberk&#246;rper eine steife Einheit bilden. Muss man auf die Karte oder in den Revierf&#252;hrer schauen, sollte man nur den Blick, nicht aber den Kopf senken. Ganz schlecht: l&#228;ngeres Lesen, am Laptop arbeiten oder im Smartphone scrollen.</p><h2>Kekse, M&#252;sliriegel, Bananen</h2><p class=„has-link“>Ein leerer Magen sch&#252;tzt nicht vor &#220;belkeit, im Gegenteil. &#220;ppige Mahlzeiten sind aber auch nicht angesagt. In der Pantry rumwerkeln ist ohnehin wenig empfehlenswert. Intensiv riechende Speisen wie zum Beispiel Gorgonzolasau&#223;e k&#246;nnen zudem ein Trigger f&#252;r Seekrankheit sein. Besser: Neutrale Snacks wie Kekse, M&#252;sliriegel, Bananen oder belegte Brote sowie Tee vor dem Auslaufen vorbereiten und dann an Deck parat halten.</p><p class=„has-link“>Ebenfalls wichtig sind die richtige Kleidung und die K&#246;rpertemperatur (Wohlf&#252;hltemperatur) &#8211; wer friert oder gar nass ist, wird leichter seekrank &#8211; sowie eine positive Grundstimmung an Bord.</p><figure id=„136488“ class=„wp-caption alignnone c2“><img class=„lazy size-full wp-image-136488“ src=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-Yavas-Yavas-01.jpg“ alt=„“ width=„1200“ height=„800“ srcset=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-Yavas-Yavas-01.jpg 1200w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-Yavas-Yavas-01-768x512.jpg 768w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-Yavas-Yavas-01-670x447.jpg 670w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-Yavas-Yavas-01-500x333.jpg 500w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-Yavas-Yavas-01-560x373.jpg 560w“ sizes=„auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„wp-caption-text“>Musik und gute Stimmung gegen Seekrankheit &#169; Kerstin Zillmer</figcaption></figure><p class=„has-link“>Angst kann Seekrankheit ausl&#246;sen oder verst&#228;rken. Auf gef&#228;hrdete Crewmitglieder sollte man daher beruhigend einwirken. Viele setzen auch auf Musik, am besten wirken Lieblingslieder, um die Stimmung zu verbessern.</p><h2>Hilfe aus der Apotheke</h2><p class=„has-link“>Pille einwerfen und alles ist wieder gut &#8211; sch&#246;n w&#228;r&#8217;s. Eine rasche, zuverl&#228;ssige und nebenwirkungsfreie Medikation gegen Seekrankheit gibt es leider nicht, aber sehr wohl Mittel, die im Ernstfall die Beschwerden lindern. Sehr gut funktionieren Antihistaminika. Sie blockieren die entsprechenden Rezeptoren, was zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik f&#252;hrt.</p><p class=„has-link“>Als Nebenwirkung stellt sich typischerweise M&#252;digkeit ein. Die entsprechenden Pr&#228;parate sind rezeptfrei in jeder Apotheke in verschiedenen Darreichungsformen erh&#228;ltlich, von Tabletten &#252;ber Kaugummi bis Z&#228;pfchen. Sie k&#246;nnen prophylaktisch, also etwa eine Stunde vor dem Auslaufen, sowie im akuten Erkrankungsfall eingenommen werden.</p><p class=„has-link“>Als Alternative kommt der Wirkstoff Scopolamin in Frage, der zu den Anticholinergika z&#228;hlt. Er ist rezeptpflichtig und wird &#252;ber ein Pflaster verabreicht, das man &#252;blicherweise hinter das Ohr klebt und dort drei Tage lang belassen kann. Scopolamin d&#228;mpft die Weiterleitung von Nervenimpulsen, entspannt den Magen und wirkt bis zu 72 Stunden lang.</p></div><div id=„page-3“><p class=„has-link“>Die Nebenwirkungen sind allerdings nicht ohne und reichen von Mundtrockenheit &#252;ber Benommenheit bis hin zu verschwommenem Sehen. Grunds&#228;tzlich gilt: Jegliche Medikation gegen Seekrankheit sollte man unbedingt ausf&#252;hrlich mit dem Hausarzt oder Apotheker seines Vertrauens besprechen. Auch wenn sie rezeptfrei erh&#228;ltlich ist, gilt es Vorerkrankungen und Wechselwirkungen mit anderen Pr&#228;paraten zu bedenken.</p><h2>Allerlei Alternativen</h2><p class=„has-link“>Nachgewiesenerma&#223;en wirkungsvoll gegen Seekrankheit ist auch die Ingwer-Wurzel, genauer gesagt deren &#228;therische &#214;le. Sie d&#252;rften einen positiven Einfluss auf die Brechreiz-Rezeptoren in der Magenschleimhaut haben. In welcher Form man den Ingwer einnimmt, spielt keine Rolle &#8211; Pulver, Kapsel, Tee, Kekse, Kauen von frischem Ingwer, der &#252;brigens auch Vitamin C enth&#228;lt.</p><p class=„has-link“>Garantiert unbedenklich sind auch Minz&#246;l (auf ein Taschentuch tr&#228;ufeln und regelm&#228;&#223;ig daran schnuppern) sowie Akupressur-B&#228;nder, die am Handgelenk getragen werden und den sogenannten <a class=„is-link“ href=„https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lokalisation_des_Akupunkturpunkte_Neiguan.gif“ target=„_blank“ rel=„noopener“>Neiguan-Punkt</a> stimulieren sollen. Wissenschaftlich best&#228;tigt ist ihre Wirksamkeit allerdings nicht. Auch Ohr-Akupunktur durch einen TCM-Arzt ist eventuell einen Versuch wert. Gestochen wird jener Punkt, der auf das Gleichgewichtszentrum wirkt. Zur Verwendung kommen Dauernadeln, die nach dem Setzen verklebt und bis zu zehn Tagen im Ohr verbleiben k&#246;nnen.</p><h2>Das Beste: Vitamin C</h2><p class=„has-link“>Die Regatta-Seglerin und <a class=„is-link“ href=„https://www.linarixgens.de/2023/04/27/2562/“ target=„_blank“ rel=„noopener“>&#196;rztin Lina Rixgens</a> schrieb ihre Doktorarbeit &#252;ber die Wirkung von Vitamin C auf Seekrankheit.</p><figure id=„12171“ class=„wp-caption alignnone c2“><img class=„lazy size-full wp-image-12171“ src=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer.jpg“ alt=„Zitronen bei Seekrankheit“ width=„1200“ height=„800“ srcset=„https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer.jpg 1200w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer-768x512.jpg 768w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer-670x447.jpg 670w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer-1000x667.jpg 1000w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer-500x333.jpg 500w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer-336x224.jpg 336w, https://floatmagazin.de/wp-content/uploads/2018/01/2018-01-19-seekrank-zitrone-ingwer-224x149.jpg 224w“ sizes=„auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„wp-caption-text“>Vitamin C hilft &#169; Michael Kunst</figcaption></figure><p class=„has-link“>Darin wurde getestet, ob hochdosiertes Vitamin C in Form von Kaugummis gegen Seekrankheit hilft, da Vitamin C den Histaminspiegel im Blut senkt.</p><p class=„has-link“>Ungef&#228;hr die H&#228;lfte der Probanden auf See gab an, dass das Vitamin-C-Kaugummi half, die Seekrankheitssymptome zu verhindern oder abzumildern, vor allem &#220;belkeit und M&#252;digkeit. Insgesamt kam bei der Studie heraus: Je h&#246;her der Vitamin-C-Spiegel ist, desto niedriger sind die Seekrankheitssymptome.</p><p class=„has-link“>Kaugummikauen ist die schnellste Art, viel Vitamin C aufzunehmen. Es wirkt innerhalb von etwa zehn Minuten und hat keine relevanten Nebenwirkungen. Man kann auch vorbeugend ein paar Kaugummis kauen, um den Vitamin-C-Spiegel zu erh&#246;hen, oder erst, wenn man schon erste Symptome bemerkt.</p><p class=„has-link“>Die Fotos im Beitrag stammen von Anna und Malin aus dem <a class=„is-link“ href=„https://youtu.be/lQzo-Q4k2Oc?si=ni2wMmlcHRlV5Elr“ target=„_blank“ rel=„noopener“>Video &#252;ber Seekrankheit.</a></p><p class=„has-link“><em>Dieser Text erschien am 31. Mai 2024 erstmals auf float. Aktualisiert am 15. Januar 2025.</em></p></div><p><a href=„https://floatmagazin.de/category/seemannschaft/“ rel=„tag“>Seemannschaft</a></p> </html>