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90 Jahre Motorola: Motorcar traf Ola

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<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/newsticker/meldung/90-Jahre-Motorola-Motorcar-traf-Ola-4173527.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p><figure class=„printversionlogo“><img src=„https://1.f.ix.de/icons/svg/logos/svg/heiseonline.svg“ alt=„heise online“ width=„180“ heigth=„40“/></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/1941_2018_Quelle_Motorola_Solutions-acabbb061e156b04.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/1941_2018_Quelle_Motorola_Solutions-acabbb061e156b04.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/1941_2018_Quelle_Motorola_Solutions-acabbb061e156b04.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/1941_2018_Quelle_Motorola_Solutions-acabbb061e156b04.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/2097/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/1941_2018_Quelle_Motorola_Solutions-acabbb061e156b04.jpeg 2097w“ sizes=„(min-width: 80em) 43.75em, (min-width: 64em) 66.66vw, 100vw“ alt=„90 Jahre Motorola: Motorcar traf Ola“ class=„img-responsive“/><figcaption class=„akwa-caption“><p class=„source akwa-captionsource“>(Bild:&#160;Motorola Solutions)</p> </figcaption></figure><p><strong>Ein Autoradio brachte 1930 den Markennamen auf, unter dem die Galvin Manufacturing Corporation ein gutes St&#252;ck Geschichte der Mobiltechnik schreiben sollte.</strong></p> <p>Am Dienstag vor 90 Jahren wurde in Chicago die Firma Galvin Manufacturing Corporation gegr&#252;ndet. Man produzierte zun&#228;chst Batterie-Eliminatoren f&#252;r die Autoindustrie, dann Autoradios unter dem Markennamen Motorola, der 1947 zum Firmennamen wurde. Mit Funkger&#228;ten f&#252;r die Polizei und die Armee wuchs der Teil der Firma, der heute noch unter dem Namen Motorola Solutions existiert und Blaulichtbeh&#246;rden beliefert.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_aus_5t71_wurde1“>Aus 5T71 wurde Motorola</h3> <figure class=„a-inline-image a-u-inline a-u-inline-right“><img alt=„Motorola“ src=„https://heise.cloudimg.io/width/388/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/Autoradio-c0bdf1697b90c5fe.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/776/q30.png-lossy-30.webp-lossy-30.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/Autoradio-c0bdf1697b90c5fe.jpeg 2x“ class=„c1“/><figcaption class=„a-caption“><p class=„a-captiontext“>1930 brachte der Hersteller mit dem Autoradio „Motorola&#8220; eines der ersten kommerziell erfolgreichen Ger&#228;te dieser Art auf den Markt.</p> <p class=„a-captionsource“>(Bild:&#160;Motorola Solutions)</p> </figcaption></figure><p>Nach einem holperigen Start als Autozulieferer gelang den drei Firmengr&#252;nderinnen Paul, Joseph und Lilian Galvin im Jahre 1930 der Durchbruch mit einem Autoradio namens 5T71, f&#252;r das der Markenname Motorola (Kofferwort aus Motorcar und Ola f&#252;r den Klang) gefunden wurde. Die Motorolas selbst waren keine eigenst&#228;ndigen Ger&#228;te, sondern wurden nach den (Design-) W&#252;nschen der Autoindustrie in die Mittelkonsole integriert.</p> <p>1936 entwickelte man das erste geschlossene Radiosystem f&#252;r den Polizeifunk, 1939 kam mit dem AM-Sender T6920 die M&#246;glichkeit hinzu, dass Streifenwagen die Zentrale rufen konnten. Auf der Basis dieser Technik entwickelte Motorola das „Handie-Talkie“ SCR536 als AM-Funkger&#228;t f&#252;r die US-Armee und den „Pogo-Stick“, das FM-Funkger&#228;t SCR511 speziell f&#252;r die Kavallerie, die im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Im Krieg produzierte Motorola die Quarzkristalle f&#252;r die Frequenzeinstellung aller Funkger&#228;te der Alliierten, insgesamt &#252;ber 35 Millionen St&#252;ck. An der Heimatfront war die Firma damit erfolgreich, unverkaufte Autoradios zu Haushaltsradios umzubauen, deren Produktion kriegstechnisch gestoppt wurde. Als die Alliierten 1943 in Italien landeten, lieferte Motorola 18.000 Funk-Fernschreiber zur Sicherung der Kommunikation.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_erste_schritte2“>Erste Schritte auf Mond &#252;bertragen</h3> <p>Motorola geh&#246;rte zu den Firmen, die sofort erkannten, was <a href=„https://www.heise.de/meldung/Vor-70-Jahren-Eine-Prise-Germanium-und-der-erste-Transistor-3927546.html“><strong>die Erfindung des Transistors [1]</strong></a> bedeutet. 1949 wurde daf&#252;r eine eigene Forschungsfabrik in Phoenix (Arizona) gebaut, ab 1953 sammelte man Halbleiter-Patente in Serie und verkaufte Transistoren an andere Firmen. Zeitweilig hatte man 27.000 Produkttypen im Programm. 1956 erschien das erste transistorisierte Autoradio, zudem entwickelte man mit dem ersten Pager Notrufsysteme f&#252;r Krankenh&#228;user und Fabriken sowie ein Auto-Telefonsystem f&#252;r AT&amp;T. Mit dem Start der US-Raumfahrt war auch Motorola mit von der Partie, etwa bei der Funkanlage f&#252;r den Flug der Mercury von Alan Shephard. H&#246;hepunkt dieser Entwicklung war 1969 die &#220;bertragung des ersten Schrittes auf den Mond &#252;ber Motorola-Equipment &#8211; a giant leap for mankind.</p> <p>Mit der <a href=„https://www.heise.de/meldung/Vor-50-Jahren-Kilby-demonstriert-den-integrierten-Schaltkreis-205100.html“><strong>Erfindung des integrierten Schaltkreises [2]</strong></a> durch Jack Kilby entwickelte sich der Gesch&#228;ftszweig Motorola Semiconductors Austin in den 70er Jahren zur kommerziell erfolgreichsten Firmentochter. Der erste Mikroprozessor war 1974 die 8-Bit-Version des MC 6800, urspr&#252;nglich entworfen f&#252;r die Solaranlage des <a href=„https://greginthedesert.net/2009/09/28/ahwatukee-arizonas-house-of-the-future/“><strong>„House of the Future“ der Frank Lloyd Wright Foundation [3]</strong></a>. Zu den IT-Firmen, die 32-Bit Prozessoren der MC-68000er-Reihe (MC 68020) und das Nachfolger-System PowerPC nutzten, geh&#246;ren Apple, Atari und Commodore.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_erstes3“>Erstes kommerzielles Mobiltelefon</h3> <figure class=„a-inline-image a-u-inline a-u-inline-right“><img alt=„Das Motorola DynaTAC wog schlanke 794 Gramm und war ab 1984 erh&#228;tlich.“ src=„https://heise.cloudimg.io/width/384/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/dynatac-52c08208acb1ac6c.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/768/q30.png-lossy-30.webp-lossy-30.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/5/0/8/0/3/0/dynatac-52c08208acb1ac6c.jpeg 2x“ class=„c1“/><figcaption class=„a-caption“><p class=„a-captiontext“>Das Motorola DynaTAC wog schlanke 794 Gramm und war ab 1984 erh&#228;tlich.</p> <p class=„a-captionsource“>(Bild:&#160;Motorola Solutions)</p> </figcaption></figure><p>Im September 1983 konnte Motorola mit der <a href=„https://www.heise.de/meldung/Vor-40-Jahren-Das-erste-Handy-Telefonat-1833955.html“><strong>Vorstellung des DynaTAC [4]</strong></a> die n&#228;chste Erfolgsgeschichte schreiben: die Entwicklung des digitalen Mobilfunks, die Motorola mit Klapp-Telefonen wie MicroTAC oder StarTAC zeitweilig dominierte, ehe Nokia &#252;berm&#228;chtig wurde. Beiden Firmen gelang es nicht, im Smartphone-Gesch&#228;ft Fu&#223; zu fassen, was bei Motorola dazu f&#252;hrte, dass der Konzern 2012 umgebaut wurde.</p> <p>Die Konsumenten-Sparte <a href=„https://www.heise.de/meldung/Google-uebernimmt-Motorola-Mobility-1323148.html“><strong>Motorola Mobility ging 2012 an Google [5]</strong></a>, das wegen der f&#252;r Android n&#252;tzlichen Patente bereit war, einen hohen Preis von 12,5 Milliarden US-Dollar zu zahlen. 2014 wechselte wieder der Besitzer, <a href=„https://www.heise.de/meldung/Lenovo-schliesst-Uebernahme-von-Motorola-Mobility-ab-2438946.html“><strong>Lenovo kaufte Google die Sparte f&#252;r 3 Milliarden US-Dollar ab [6]</strong></a>. Motorola Solutions mit Funksystemen f&#252;r Blaulichtbeh&#246;rden, Flughafenbetreiber und andere sicherheitskritische Unternehmen blieb eigenst&#228;ndig. Diese Firma entwickelt heute neben Funkger&#228;ten und Funkzentralen Bodycams f&#252;r die Videodokumentation. Mit dem Aufkauf der kanadischen Firma Avigilon, einem Spezialisten f&#252;r intelligente Videoanalyse mit hochaufl&#246;senden Kameras, in diesem Jahr geht man den Weg weiter, &#252;berwachte Sicherheit mit intelligenter Situationsanalyse und k&#252;nstlicher Intelligenz zu verbinden. (<em>Detlef Borchers</em>) / ()<br class=„clear“/></p> <hr/><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/><small>

http://www.heise.de/-4173527

</small></p> <p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/><small>

<strong>[1]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Vor-70-Jahren-Eine-Prise-Germanium-und-der-erste-Transistor-3927546.html

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<strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Vor-50-Jahren-Kilby-demonstriert-den-integrierten-Schaltkreis-205100.html

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<strong>[3]</strong>&#160;https://greginthedesert.net/2009/09/28/ahwatukee-arizonas-house-of-the-future/

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<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Vor-40-Jahren-Das-erste-Handy-Telefonat-1833955.html

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<strong>[5]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Google-uebernimmt-Motorola-Mobility-1323148.html

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<strong>[6]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Lenovo-schliesst-Uebernahme-von-Motorola-Mobility-ab-2438946.html

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<strong>[7]</strong>&#160;mailto:axk@heise.de

</small><br/></p> <p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2018 Heise Medien</em></p> </html>

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