Qgelm

Bericht: US-Firma sammelte Milliarden Fotos für Gesichtsdatenbank

Originalartikel

Backup

<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-US-Firma-sammelte-Milliarden-Fotos-fuer-Gesichtsdatenbank-4641569.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p><figure class=„printversionlogo“><img src=„https://1.f.ix.de/icons/svg/logos/svg/heiseonline.svg“ alt=„heise online“ width=„180“ heigth=„40“/></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/8/2/7/5/7/2/china-gesichtserkennung-7dd87be2005c1b0b.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/8/2/7/5/7/2/china-gesichtserkennung-7dd87be2005c1b0b.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/8/2/7/5/7/2/china-gesichtserkennung-7dd87be2005c1b0b.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/8/2/7/5/7/2/china-gesichtserkennung-7dd87be2005c1b0b.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/2300/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/8/2/7/5/7/2/china-gesichtserkennung-7dd87be2005c1b0b.jpeg 2300w“ sizes=„(min-width: 80em) 43.75em, (min-width: 64em) 66.66vw, 100vw“ alt=„Bericht: US-Firma sammelte Milliarden Fotos f&#252;r Gesichtsdatenbank“ class=„img-responsive“/><figcaption class=„akwa-caption“><p class=„source akwa-captionsource“>(Bild:&#160;MONOPOLY919/Shutterstock.com)</p> </figcaption></figure><p><strong>Mit Milliarden Fotos aus sozialen Netzwerken erstellt Clearview eine Datenbank zur Gesichtserkennung. Seine Dienste bietet das Unternehmen US-Beh&#246;rden an.</strong></p> <p>Eine obskure US-Firma hat laut einem Bericht der <em>New York Times</em> rund drei Milliarden Bilder von Menschen aus dem Internet zusammengestellt, um eine umfassende Datenbank zur Gesichtserkennung zu entwickeln. Im vergangenen Jahr sei der Zugang dazu mehr als 600 Beh&#246;rden als Service angeboten worden, schrieb die Zeitung am Wochenende unter Berufung auf das Unternehmen namens Clearview. Angaben dazu, welche Beh&#246;rden das waren, macht Clearview nicht. Auf ihrer Website l&#228;sst die Firma allerdings auf die Aufkl&#228;rung von Sexualverbrechen spezialisierte kanadische Ermittler lobend zu Wort kommen.</p> <p>F&#252;r die Datenbank seien &#246;ffentlich zug&#228;ngliche Bilder bei Plattformen wie Facebook und YouTube oder dem US-Bezahlservice Venmo eingesaugt worden, hie&#223; es. Eine Sammlung in dieser Dimension w&#252;rde bisher bekanntgewordene Datenbanken zur Gesichtserkennung &#252;bertreffen. In den USA etwa pr&#252;fen die Beh&#246;rden die Identit&#228;t der Einreisenden per Gesichtserkennung &#8211; greifen dabei aber auf die Bilder zur&#252;ck, die speziell dazu aufgenommen wurden.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_die_firma0“>Die Firma Clearview</h3> <p>Die zuvor praktisch unbekannte Firma Clearview trat erst durch die Recherchen der <em>New York Times</em> an die &#214;ffentlichkeit. Ein fr&#252;herer Geldgeber war US-Milliard&#228;r Peter Thiel. Der Paypal-Mitgr&#252;nder und Facebook-Investor ist f&#252;r seine libert&#228;ren Ansichten und als einer der wenigen erkl&#228;rten Unterst&#252;tzer von Pr&#228;sident Donald Trump im Silicon Valley bekannt. Sein Sprecher sagte der Zeitung, Thiel habe Clearview im Jahr 2017 mit 200.000 Dollar unterst&#252;tzt und daf&#252;r einen Anteil bekommen. Er sei ansonsten nicht beteiligt.</p> <div class=„inread“/> <p>Gr&#252;nder von Clearview ist der 31 Jahre alte Hoan Ton-That, der aus Australien in die USA kam. Zuvor hatte er einige wenig erfolgreiche Gesch&#228;ftsideen gehabt, wie etwa eine App, mit der sich Nutzer auf ihren Fotos Trumps charakteristische Frisur verpassen konnten. Er habe zwischenzeitlich an eine Karriere als Model gedacht, dann aber beschlossen, ins Gesch&#228;ft mit der <a href=„https://www.heise.de/thema/Gesichtserkennung“><strong>Gesichtserkennung [1]</strong></a> einzusteigen, <a href=„https://www.nytimes.com/2020/01/18/technology/clearview-privacy-facial-recognition.html“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>sagte er der <em>New York Times</em> [2]</strong></a>.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_alarmierende1“>Alarmierende Details</h3> <p>Der Bericht enthielt noch ein weiteres alarmierendes Detail. Nachdem einige Polizisten auf Bitten der Journalistin ihr Foto durch die Datenbank durchlaufen lie&#223;en, seien sie von Clearview-Vertretern mit der Frage angerufen worden, ob sie mit der Presse spr&#228;chen. Der Firma zufolge hat die Software nur Alarm wegen ungew&#246;hnlicher Suchanfragen geschlagen. Au&#223;erdem r&#228;umte Ton-That auf Anfrage der Zeitung ein, dass <a href=„https://clearview.ai“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>Clearview [3]</strong></a> auch den Prototyp einer Computerbrille mit Gesichtserkennungsfunktion entwickelt habe &#8211; es gebe aber keine Pl&#228;ne, diese zu vermarkten.</p> <p>Der Bericht l&#246;ste schon am Wochenende erste politische Reaktionen aus. US-Senator Ron Wyden, Mitglieder der Demokratischen Partei, zeigte sich besorgt und forderte, Amerikaner m&#252;ssten wissen, ob ihre Fotos heimlich in einer privaten Datenbank landen. ()<br class=„clear“/></p> <hr/><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/><small><code>http://www.heise.de/-4641569</code></small></p> <p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/><small><code><strong>[1]</strong>&#160;https://www.heise.de/thema/Gesichtserkennung</code></small><br/><small><code><strong>[2]</strong>&#160;https://www.nytimes.com/2020/01/18/technology/clearview-privacy-facial-recognition.html</code></small><br/><small><code><strong>[3]</strong>&#160;https://clearview.ai</code></small><br/><small><code><strong>[4]</strong>&#160;mailto:bme@heise.de</code></small><br/></p> <p class=„printversioncopyright“><em>Copyright &#169; 2020 Heise Medien</em></p> </html>

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Computer gespeichert werden. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information