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Cyberbit: Spyware aus Israel gegen äthiopische Oppositionelle eingesetzt

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<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/newsticker/meldung/Cyberbit-Spyware-aus-Israel-gegen-aethiopische-Oppositionelle-eingesetzt-3910109.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p><figure class=„printversionlogo“><img src=„https://1.f.ix.de/icons/svg/logos/svg/heiseonline.svg“ alt=„heise online“ width=„180“ heigth=„40“/></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://1.f.ix.de/scale/geometry/700/q75/imgs/18/2/3/3/1/2/1/3/25926572291_a495f56110_k-75fd1e6d96cd4f0f.jpeg“ alt=„Cyberbit: Spyware aus Israel gegen &#228;thiopische Oppositionelle ingesetzt“/><figcaption class=„akwa-caption“><p class=„source akwa-captionsource“>(Bild:&#160;WOCinTech Chat, <a href=„https://www.flickr.com/photos/wocintechchat/25926572291/“ target=„_blank“ rel=„external“>wocintech (microsoft) - 14</a>, <a href=„https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/“ target=„_blank“ rel=„external“>CC BY 2.0</a> )</p> </figcaption></figure><p><strong>Dass autorit&#228;re Staaten vermehrt Spyware kaufen, um Dissidenten auszuspionieren, ist kein neues Ph&#228;nomen. Das kanadische Citizen Lab hat dank besonders schlecht abgesicherter Infrastruktur nun einen weiteren Hersteller solcher Software in Israel gefunden.</strong></p> <p>Aktivisten in Nordamerika und Europa sind das Ziel ausgekl&#252;gelter Spyware geworden, die aus Israel stammt und offenbar von &#196;thiopien gekauft wurde. Zu diesem <strong>Schluss kommen die &#220;berwachungs-Analysten des Citizen Lab[1]</strong>, die von einem Betroffenen auf die Kampagne aufmerksam gemacht wurden. Bei der anschlie&#223;enden Untersuchung haben sie dann nach eigenen Angaben eine &#246;ffentlich zug&#228;ngliche Log-Datei gefunden, &#252;ber die sie nicht nur die Zielpersonen sondern auch die &#220;berwacher selbst aufsp&#252;ren konnten. Demnach stammt die Software von der israelischen Firma Cyberbit, die bei der Auswahl ihrer Kunden damit wohl ebenso wenig zimperlich ist, wie die <strong>NSO Group[2]</strong>, <strong>das Hacking Team[3]</strong> und die Gamma Group.</p> <p>Wie Citizen Lab zusammenfasst, konnten aufgrund dieser schlecht eingerichteten Infrastruktur Computer in 20 L&#228;ndern ermittelt werden, die mit der Spyware infiziert waren. Die Software selbst kommt demnach ohne Exploits aus und hei&#223;t PC Surveillance System. Der Hersteller Cyberbit ist eine Tochter von Elbit, jener Firma, die die bewaffnungsf&#228;hige Drohne Heron TP baut. &#220;ber die &#246;ffentlich zug&#228;ngliche Log-Datei seien offenbar aber auch infizierte Laptops von Cyberbit-Mitarbeitern selbst beobachtet worden. Diese h&#228;tten ihre Spyware in Thailand, Usbekistan, Sambia, den Philippinen, Vietnam, Kasachstan, Ruanda aber auch europ&#228;ischen Staaten pr&#228;sentiert.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_gef&#228;hrliches1“>Gef&#228;hrliches Flash-Update</h3> <p>Im &#252;berpr&#252;ften Fall richtete sich die Cyber-Spionage demnach aber wohl einmal mehr <strong>gegen Oppositionelle[4]</strong> der autorit&#228;ren F&#252;hrung &#196;thiopiens. Die Zielpersonen &#8211; darunter der Chef eines einflussreichen Medienunternehmens &#8211; erhielten demnach Mails mit Links zu einem mutma&#223;lichen Video. Vorher sollten sie aber ein Update von Adobes Flash Players installieren, das &#252;ber eine ebenfalls verlinkte Seite heruntergeladen werden sollte. In diesem Update war die Spyware f&#252;r Windows verpackt, die etwa Audio- und Videoaufnahmen anfertigen, die Browser-History und Tastatureingaben abgreifen und Screenshots anfertigen konnte. Infizierte Ger&#228;te gab es demnach in Eritrea, Kanada, Deutschland, Australien, den USA und S&#252;dafrika. (<strong>mho[5]</strong>)<br class=„clear“/></p> <hr/><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/><small>

http://www.heise.de/-3910109

</small></p> <p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/><small>

<strong>[1]</strong>&#160;https://citizenlab.ca/2017/12/champing-cyberbit-ethiopian-dissidents-targeted-commercial-spyware/

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<strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Mexiko-Mit-staatlich-finanzierter-Spyware-gegen-Gesundheitsaktivisten-3623095.html

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<strong>[3]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Hacking-Team-Was-ist-schon-Wassenaar-2764292.html

</small><br/><small>

<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/33C3-Mit-Zero-Days-gegen-Dissidenten-3583194.html

</small><br/><small>

<strong>[5]</strong>&#160;mailto:mho@heise.de

</small><br/></p> <p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2017 Heise Medien</em></p> </html>

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