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EU-Ratsspitze warnt vor Massenüberwachung durch Künstliche Intelligenz

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<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Ratsspitze-warnt-vor-Massenueberwachung-durch-KI-4483753.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p><figure class=„printversionlogo“><img src=„https://1.f.ix.de/icons/svg/logos/svg/heiseonline.svg“ alt=„heise online“ width=„180“ heigth=„40“/></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/7/2/2/7/3/0/Ueberwachung2-07d48cd06baba2a2.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/7/2/2/7/3/0/Ueberwachung2-07d48cd06baba2a2.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/7/2/2/7/3/0/Ueberwachung2-07d48cd06baba2a2.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/7/2/2/7/3/0/Ueberwachung2-07d48cd06baba2a2.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/1920/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/7/2/2/7/3/0/Ueberwachung2-07d48cd06baba2a2.jpeg 1920w“ sizes=„(min-width: 80em) 43.75em, (min-width: 64em) 66.66vw, 100vw“ alt=„&#220;berwachung, Kamera“ class=„img-responsive“/></figure><p><strong>Finnland malt beim Einsatz von KI in der Strafverfolgung d&#252;stere Szenarien aus, skizziert aber auch einen „digitalen Assistenten“ f&#252;r die Polizei.</strong></p> <p>Die seit Anfang Juli amtierende finnische Pr&#228;sidentschaft des EU-Rates hat in einem Papier f&#252;r ein informelles Treffen der Justiz- und Innenminister der Gemeinschaft Chancen und Risiken f&#252;r den Einsatz von K&#252;nstlicher Intelligenz (KI) im Bereich Strafverfolgung ausgelotet. Sie macht sich darin etwa Sorgen, dass „die Massen&#252;berwachung, die in einigen Teilen der Welt bereits existiert, eine schwerwiegende Bedrohung f&#252;r die Privatsph&#228;re darstellt“. K&#252;nftig k&#246;nne diese Gefahr durch die digitale Schl&#252;sseltechnik KI noch deutlich gr&#246;&#223;er werden.</p> <p>Gro&#223;e und repr&#228;sentative Datensets seien zwar n&#246;tig f&#252;r Forschungs- und Trainingsverfahren in diesem Bereich. Es werde voraussichtlich aber etwa bald m&#246;glich sein, sensible personenbezogene Informationen wie medizinische und psychologische Details aus &#220;berwachungsdaten automatisch herauszuziehen und zu analysieren, schreiben die Finnen in dem von „Statewatch“ ver&#246;ffentlichten <a href=„http://www.statewatch.org/news/2019/jul/eu-council-informal-JHA-AI-and-Law-Enforcement.pdf“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>Beitrag [1]</strong></a>. Biometrische Identifikationsm&#246;glichkeiten <a href=„https://www.heise.de/meldung/Kameras-und-KI-US-Buergerrechtler-warnen-vor-Rundum-Ueberwachung-4448769.html“><strong>beispielsweise per Gesichtserkennung [2]</strong></a> k&#246;nnten die T&#252;r &#246;ffnen f&#252;r „KI-gest&#252;tzten Identit&#228;tsdiebstahl“, prognostizieren sie. Denkbar sei auch, dass autonome Miniaturdrohnen mit dieser Technik best&#252;ckt und f&#252;r „Mordanschl&#228;ge oder Spionage“ genutzt w&#252;rden.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_gefahren_der0“>Gefahren der Digitalisierung</h3> <p>Die Ratsspitze skizziert neben sozialen Herausforderungen etwa durch zunehmende, durch die Automatisierung bedingte Arbeitslosigkeit diverse direkte Sicherheitsbedrohungen durch K&#252;nstliche Intelligenz. „Botnetze und Maschinenlernen erm&#246;glichen es feindlichen Akteuren, <a href=„https://www.heise.de/meldung/IT-Sicherheitskongress-BSI-warnt-vor-KI-als-Angriffswaffe-4427741.html“><strong>massive und ma&#223;geschneiderte Cyberangriffe [3]</strong></a> auszuf&#252;hren und Operationen ohne signifikante Ressourcen, ausgefeilte F&#228;higkeiten oder eine gro&#223;e Anzahl an Gefolgsleuten zu beeinflussen“, hei&#223;t es in dem Dokument. Nutzer sozialer Netzwerke k&#246;nnten einfach und massenhaft durchleuchtet werden, was derlei Kampagnen noch schlagkr&#228;ftiger mache. Gef&#228;lschte Fotos, Audiosequenzen oder Videos seien bereits sehr einfach zu produzieren.</p> <p>Daraus entstehende „<a href=„https://www.heise.de/meldung/Deep-Fakes-erkennen-anhand-von-charakteristischen-Kopfbewegungen-4457224.html“><strong>Deep Fakes [4]</strong></a>“ und anderes k&#252;nstlich erstelltes, aber realit&#228;tsgetreu wirkendes digitales Material untergraben laut der finnischen Regierung das Vertrauen in Beweise. Dies k&#246;nnte sich gerade f&#252;r Polizei und Justiz als „extrem sch&#228;dlich“ erweisen, sodass die Entwicklung von Instrumenten zum Aufsp&#252;ren gef&#228;lschter Medieninhalte Priorit&#228;t genie&#223;en sollte. Zudem m&#252;ssten Mindestsicherheitsstandards f&#252;r Produkte mit KI und Roboter eingef&#252;hrt werden, die milit&#228;risch sowie zivil genutzt werden. F&#252;r gewisse Kategorien solcher Techniken sollte zumindest eine Registrierung vorgeschrieben werden.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_bann_f&#252;r1“>Bann f&#252;r Killer-Roboter</h3> <p>Auch einen Bann t&#246;dlicher autonomer Waffensysteme bringen die Finnen ins Spiel. Generell gibt ihnen zu bedenken, dass eine „von KI durchdrungene Gesellschaft“ zu komplex und intransparent werden k&#246;nnte, um sie &#252;berhaupt noch zu verstehen. Voreingenommenheit in den Trainingsdaten wirke sich vielfach auf automatisiert gef&#228;llte Entscheidungen selbst aus. N&#246;tig seien daher eine Ethikpr&#252;fung sowie klare Richtlinien f&#252;r den Einsatz von KI-Technologien bei der Polizeiarbeit.</p> <div class=„inread“/> <p>K&#252;nstliche Intelligenz sieht die Pr&#228;sidentschaft aber auch als Mittel gegen die wachsende „Informations&#252;berlastung“ von Ermittlern im <a href=„https://www.heise.de/ct/artikel/EU-Innenpolitiker-ruesten-sich-fuer-den-digitalen-Tsunami-301452.html“><strong>st&#228;ndig anschwellenden „Daten-Tsunami“ [5]</strong></a>. Ein an den jeweiligen Nutzer angepasster „digitaler Assistenz“ k&#246;nnte ihr zufolge nicht nur intelligente Suchfunktionen ausf&#252;hren, sondern auch Anweisungen &#252;ber eine Schnittstelle f&#252;r nat&#252;rliche Sprache entgegennehmen und diese an verschiedene Anwendungen weitergeben.</p> <p>Die gleiche Technologie bringen die Autoren ins Spiel f&#252;r „Kundendienst-Bots“ bei Strafverfolgungsbeh&#246;rden, die Fragen von B&#252;rgern beantworten. Selbst Polizeistreifen k&#246;nne ein solcher digitaler Helfer in so manchem Einsatz den R&#252;cken freihalten, meinen sie. Parallel m&#252;sse aber auch hier sichergestellt sein, dass derlei Systeme f&#252;r die Nutzer transparent bleiben. Auf das sonst oft beackerte Feld der „vorausschauenden Polizeiarbeit“ durch „<a href=„https://www.heise.de/meldung/Missing-Link-Predictive-Policing-die-Kunst-Verbrechen-vorherzusagen-4425204.html“><strong>Predictive Policing [6]</strong></a>“ gehen die Verfasser nicht ein. ()<br class=„clear“/></p> <hr/><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br/><small>

http://www.heise.de/-4483753

</small></p> <p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br/><small>

<strong>[1]</strong>&#160;http://www.statewatch.org/news/2019/jul/eu-council-informal-JHA-AI-and-Law-Enforcement.pdf

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<strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Kameras-und-KI-US-Buergerrechtler-warnen-vor-Rundum-Ueberwachung-4448769.html

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<strong>[3]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/IT-Sicherheitskongress-BSI-warnt-vor-KI-als-Angriffswaffe-4427741.html

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<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Deep-Fakes-erkennen-anhand-von-charakteristischen-Kopfbewegungen-4457224.html

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<strong>[5]</strong>&#160;https://www.heise.de/ct/artikel/EU-Innenpolitiker-ruesten-sich-fuer-den-digitalen-Tsunami-301452.html

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<strong>[6]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Missing-Link-Predictive-Policing-die-Kunst-Verbrechen-vorherzusagen-4425204.html

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<strong>[7]</strong>&#160;mailto:jk@ct.de

</small><br/></p> <p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2019 Heise Medien</em></p> </html>

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