<html> <div class=„essb_links essb_displayed_top essb_template_grey-blocks-retina essb_211155365 print-no“ id=„essb_displayed_top211155365“> <ul class=„essb_links_list essb_hide_name“><li class=„essb_item essb_link_facebook nolightbox“><a href=„http://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/“ rel=„nofollow“ title=„Share this article on Facebook“ target=„_blank“ onclick=„essb_window211155365('http://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/', 'facebook'); return false;“/></li> <li class=„essb_item essb_link_twitter nolightbox“><a href=„http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/#“ rel=„nofollow“ title=„Share this article on Twitter“ target=„_blank“ onclick=„essb_window211155365('https://twitter.com/intent/tweet?text=Hackerbeh%C3%B6rde+ZITiS%3A+Wichtige+Leitungspositionen+besetzt&url=http://investigativ.welt.de/?p=19497&counturl=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/&related=welt&via=welt&hashtags=#investigativ', 'twitter'); return false;“/></li> <li class=„essb_item essb_link_linkedin nolightbox“><a href=„http://www.linkedin.com/shareArticle?mini=true&ro=true&trk=EasySocialShareButtons&title=Hackerbeh%C3%B6rde+ZITiS%3A+Wichtige+Leitungspositionen+besetzt&url=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/“ rel=„nofollow“ title=„Share this article on LinkedIn“ target=„_blank“ onclick=„essb_window211155365('http://www.linkedin.com/shareArticle?mini=true&ro=true&trk=EasySocialShareButtons&title=Hackerbeh%C3%B6rde+ZITiS%3A+Wichtige+Leitungspositionen+besetzt&url=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/', 'linkedin'); return false;“/></li> <li class=„essb_item essb_link_mail nolightbox“><a id=„essb-mailform211155365“ href=„http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/#“ onclick=„essb_mailform_211155365(); return false;“ rel=„nofollow“ title=„Share this article with a friend (email)“ class=„essb-mail-link“/></li> <li class=„essb_item essb_link_print nolightbox“><a href=„http://www.printfriendly.com/print/?url=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/“ rel=„nofollow“ title=„Print this article“ target=„_blank“ onclick=„essb_window211155365('http://www.printfriendly.com/print/?url=http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/', 'print'); return false;“/></li> </ul></div> <p class=„c1“><a href=„http://investigativ.welt.de/2018/06/29/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt/“><img class=„aligncenter wp-image-19499“ src=„http://investigativ.welt.de/files/2018/06/Zitis_Organigramm-740x449.png“ alt=„“ width=„579“ height=„352“ srcset=„http://investigativ.welt.de/files/2018/06/Zitis_Organigramm-740x449.png 740w, http://investigativ.welt.de/files/2018/06/Zitis_Organigramm-300x182.png 300w, http://investigativ.welt.de/files/2018/06/Zitis_Organigramm-768x466.png 768w, http://investigativ.welt.de/files/2018/06/Zitis_Organigramm-600x364.png 600w“ sizes=„(max-width: 579px) 100vw, 579px“/></a></p> <p>Seit rund einem Jahr hat Deutschland nun eine Hackerbehörde. Die <strong>Zentrale Stelle für Informationstechnik (ZITiS)</strong> mit Sitz in München soll den Sicherheitsbehörden des Bundes bei den großen technischen Herausforderungen unter die Arme greifen. Zum Beispiel bei der Entwicklung von <a href=„http://investigativ.welt.de/2017/07/26/der-bundestrojaner-das-kann-er-und-das-nicht/“ target=„_blank“ rel=„noopener“>Spähsoftware</a>, mit der die verschlüsselte Kommunikation von Terroristen oder Kriminellen überwacht werden kann.</p> <p>ZITiS soll Forschungs- und Entwicklungsstelle sein, selbst aber keine eigenen Maßnahmen durchführen. Dafür gibt es nämlich keine Rechtsgrundlage. Im WELT-Interview erklärte Behördenleiter Wilfried Karl jüngst, was seine Mitarbeiter zukünftig leisten sollen.</p> <p>Lesen Sie unser <a href=„https://www.welt.de/politik/deutschland/article178035350/Neue-Cyber-Behoerde-Zitis-Es-geht-nur-um-legale-Ueberwachung.html“ target=„_blank“ rel=„noopener“><strong>Interview mit ZITiS-Chef Wilfried Karl</strong></a></p> <p>Bevor aber die <a href=„https://www.welt.de/politik/deutschland/article168918484/Der-neue-Bundestrojaner-Noch-nie-im-Einsatz.html“ target=„_blank“ rel=„noopener“>technischen Probleme von Polizei und Verfassungsschutz</a> gelöst werden können, muss erst einmal ausreichend Personal für ZITiS gefunden werden. Und das gestaltet sich noch immer schwierig.</p> <p>Einige Monate nach Gründung der neuen Behörde gab es gerade einmal <a href=„https://www.welt.de/politik/deutschland/plus165304302/De-Maizieres-Hackerbehoerde-hat-nur-acht-Mitarbeiter.html“ target=„_blank“ rel=„noopener“><strong>acht Mitarbeiter</strong></a> – und die stammten größtenteils auch noch aus anderen Behörden und gehörten erst einmal nur dem Aufbaustab an. Aktuell sind <strong>rund 60 der zunächst 120 bewilligten Stellen in ZITiS besetzt</strong>. 400 Mitarbeiter sollen es einmal im Endausbau sein.</p> <p>Nach WELT-Informationen sollen mittlerweile auch <strong>wichtige Leitungsfunktionen in den vier großen Fachbereichen</strong> bei ZITiS besetzt worden sein. Und zwar mit Fachleuten, die zuvor überwiegend in der Privatwirtschaft tätig waren – auch bei jenen Firmen, die seit Jahren immer wieder von Behörden beauftragt werden.</p> <p>Leiter <strong>Telekommunikationsüberwachung (TKÜ)</strong> war zuvor bei: Rhode & Schwarz<br/> Leiter <strong>Kryptoanalyse</strong> war zuvor bei: T-Systems<br/> Leiter <strong>Big Data</strong> war zuvor bei: Siemens<br/> Leiter <strong>Digitale Forensik</strong> war zuvor: Professor an einer Universität</p> <p>Auf Nachfrage erklärte das Bundesinnenministerium, die ZITiS-Stellen seien frei ausgeschrieben worden. Es sei daher auch möglich, dass sich auch „Angehörige aus Wirtschaftsunternehmen“ bewerben.</p> <blockquote> <p>„Personalgewinnung im Bereich der <a href=„https://de.wikipedia.org/wiki/MINT-F%C3%A4cher“ target=„_blank“ rel=„noopener“>MINT</a>-Absolventinnen und –Absolventen sowie der Fachkräfte mit entsprechender Berufserfahrung stellt für Behörden und Unternehmen gleichermaßen eine Herausforderung dar. ZITiS stellt sich als „start up“ unter den Behörden den Herausforderungen des Arbeitsmarktes. Die Ausschreibungen für die genannten Leitungsfunktionen waren öffentlich und nicht nur Angehörigen der öffentlichen  Verwaltung zugänglich. Insoweit ist es nicht ausgeschlossen, dass sich auch Angehörige aus Wirtschaftsunternehmen bewerben“ – <strong>Antwort Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf WELT-Anfrage, 28. Juni 2018</strong></p> </blockquote> <p>Qualifiziertes IT-Personal gilt bei den Sicherheitsbehörden – und in der Behördenlandschaft insgesamt – als absolute Mangelware. Oft können die staatlichen Einrichtungen nicht mit den Gehältern der Wirtschaftsunternehmen mithalten. Auch ZITiS habe mit den Problemen des Arbeitsmarktes zu kämpfen, sagte uns Behördenleiter Karl im Interview.</p> <p>Die Folge: Bevor ZITiS selbst mit ausreichend Fachpersonal forschen und entwickeln kann, muss die Stelle wohl auf <strong><a href=„http://investigativ.welt.de/2018/02/23/bundestrojaner-kein-einsatz-trotz-genehmigung/“ target=„_blank“ rel=„noopener“>kommerzielle Produkte</a></strong> zurückgreifen. Dabei wolle man allerdings nur bei <em>„seriösen Anbietern“</em> einkaufen, heißt es. Und zwar bei solchen Firmen, mit „denen die Sicherheitsbehörden schon seit Jahren im technischen Bereich gut zusammenarbeiten.“</p> <p>Der Markt der Anbieter von Spähsoftware für die sogenannte <a href=„https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Ermittlungsunterstuetzung/Technologien/QuellentkueOnlinedurchsuchung/quellentkueOnlinedurchsuchung_node.html“ target=„_blank“ rel=„noopener“><strong>Quellen-Telekommunikationssoftware (Quellen-TKÜ)</strong> oder die <strong>Online-Durchsuchung</strong></a> ist jedoch überschaubar. Früher habe es deutlich mehr Firmen gegeben, die entsprechende Software angeboten haben, sagte jüngst ein Behördenvertreter bei einer Anhörung vor Abgeordneten. Heute gebe es nur noch eine Handvoll. Und diese Unternehmen seien wiederum sehr <em>öffenlichkeitsscheu</em>.</p> <p>Gute Kontakte in die Privatwirtschaft sind daher für ZITiS wohl auch in den kommenden Jahren unerlässlich. Ansonsten wird die <strong>Cyberaufrüstung</strong> deutscher Sicherheitsbehörden kaum zu leisten sein. Da könnte es durchaus von Vorteil sein, wenn wichtige Positionen innerhalb der neuen Behörde mit Personen aus der Wirtschaft besetzt sind.</p> <p>Wie transparent die Einkaufstour, Produktauswahl oder Auftragsvergabe von ZITiS sein wird, ist allerdings fraglich. Schon jetzt bleiben Anfragen zu diesen Themen von Bundestagsabgeordneten, <a href=„https://www.welt.de/politik/deutschland/article175046883/Bundestrojaner-Gruene-wollen-Informationen-einklagen.html“ target=„_blank“ rel=„noopener“>wie zuletzt von den <strong>Grünen</strong></a> oder der <strong>FDP</strong>, weitestgehend unbeantwortet. Die Regierung verweist wiederholt auf das <em>Staatswohl</em>, das durch eine öffentliche Preisgabe von zu vielen Informationen gefährdet sei.</p> <p>Der Personalaufwuchs bei der „Entschlüsselungsbehörde“ geht derweil erst einmal weiter. Nach einem <strong>aktuellen Haushaltsplan 2018</strong> soll ZITiS – neben den bereits 120 genehmigten Stellen – noch einmal rund 30 zusätzlich Stellen erhalten. Gesucht wird außerdem noch: Ein Vize-Präsident.</p> </html>