Qgelm

Hacking Team: Ex-CEO erklärt Spionagesoftware-Firma für "endgültig tot"

Originalartikel

Backup

<html> <p class=„printversionback-to-article printversion–hide“><a href=„https://www.heise.de/news/Hacking-Team-Ex-CEO-erklaert-Spionagesoftware-Firma-fuer-endgueltig-tot-4766763.html“>zur&#252;ck zum Artikel</a></p> <figure class=„printversionlogo“></figure><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/shutterstock_680076340-9b4a680b7bf7c6e0.jpeg“ alt=„Hacking Team: Ex-CEO erkl&#228;rt &#220;berwachungssoftware-Firma f&#252;r &quot;endg&#252;ltig tot&quot;“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„akwa-caption“>(Bild:&#160;Shutterstock.com / Gorodenkoff) </figcaption></figure><p><strong>Ein Mitbegr&#252;nder des inzwischen in „Memento Labs“ aufgegangenen Sp&#228;hsoftware-Herstellers Hacking Team hat sein Ex-Unternehmen bei LinkedIn virtuell „beerdigt“.</strong></p> <p>David Vincenzetti, Ex-CEO und Mitbegr&#252;nder des italienischen Spionagesoftware-Unternehmens „Hacking Team“, hat das Unternehmen in einem Posting auf dem offiziellen LinkedIn-Profil desselben f&#252;r „tot“ erkl&#228;rt. „Hacking Team is dead. Definitely dead“, hei&#223;t es in einem am gestrigen Dienstag ver&#246;ffentlichten Beitrag.</p> <p>Ein paar Stunden sp&#228;ter versp&#252;rte Vincenzetti offenbar das Bed&#252;rfnis, diese Aussage zu pr&#228;zisieren: Er wies in einem weiteren Posting auf der <a href=„https://www.linkedin.com/company/hacking-team/“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>LinkedIn-Profilseite von Hacking Team [1]</strong></a> darauf hin, dass er die Firma bereits letztes Jahr verkauft hatte und kurz danach komplett ausstieg. Er selbst befasse sich nicht mehr mit &#8211; wie er es nennt &#8211; „Attack Security“ und habe auch keinerlei Pl&#228;ne, dies in Zukunft wieder zu tun. Weitere Fragen zu seinen Aussagen (oder nach den Beweggr&#252;nden f&#252;r diese) wolle Vincenzetti nicht beantworten und LinkedIn &#252;berdies k&#252;nftig nicht mehr nutzen.</p> <figure class=„a-inline-image a-u-inline“><div><img alt=„Screenshot / LinkedIn“ class=„c1“ src=„https://heise.cloudimg.io/width/802/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/Screenshot__243_-26497b04ca8d600f.png“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/1604/q30.png-lossy-30.webp-lossy-30.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/Screenshot__243_-26497b04ca8d600f.png 2x“ referrerpolicy=„no-referrer“ /></div> <figcaption class=„a-caption“>(Bild:&#160;Screenshot / LinkedIn) </figcaption></figure><h3 class=„subheading“ id=„nav_steile_karriere0“>Steile Karriere mit tiefem Sturz</h3> <p>Die 2003 in Mailand gegr&#252;ndete Firma <a href=„https://www.heise.de/thema/Hacking-Team“><strong>Hacking Team [2]</strong></a> entwickelte, &#228;hnlich wie etwa die NSO Group oder FinFisher, &#220;berwachungssoftware f&#252;r Regierungen, Beh&#246;rden und Unternehmen &#8211; zeitweise mit gro&#223;em Erfolg. Das Team z&#228;hlte dabei auch Staaten mit zweifelhafter Menschenrechtssituation zu seiner Kundschaft.</p> <figure class=„a-u-inline-right a-inline-image a-u-inline“><div><img alt=„Die teils durchaus positiven Reaktionen auf Vincenzettis Aussage in den Kommentaren &#252;berraschen wenig.“ class=„c1“ src=„https://heise.cloudimg.io/width/322/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/Screenshot-_242_-e22fcbb45c7a3952.jpg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/644/q30.png-lossy-30.webp-lossy-30.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/Screenshot-_242_-e22fcbb45c7a3952.jpg 2x“ referrerpolicy=„no-referrer“ /></div> <figcaption class=„a-caption“> Die teils durchaus positiven Reaktionen auf Vincenzettis Posting in den Kommentaren &#252;berraschen wenig. (Bild:&#160;Screenshot / LinkedIn) </figcaption></figure><p><a href=„https://www.heise.de/meldung/Nach-dem-GAU-Ueberwachungssoftware-Hersteller-Hacking-Team-versucht-Schadensbegrenzung-2740253.html“><strong>2015 fiel Hacking Team selbst einem Hack zum Opfer [3]</strong></a>, in dessen Zuge es zu einem massiven Vertrauens- und Kundenverlust kam. Spionage-Tools sowie interne Unterlagen des Unternehmens wurden geleakt; kurz darauf folgte auch noch die <a href=„https://www.heise.de/meldung/Alptraum-fuer-Ueberwachungssoftware-Hersteller-Wikileaks-veroeffentlicht-E-Mails-von-Hacking-Team-2747792.html“><strong>Ver&#246;ffentlichung von mehr als einer Million vertraulicher E-Mails durch Wikileaks [4]</strong></a>.</p> <p>Hacking Team verschwand, trotz Ank&#252;ndigungen eines geplanten Neustarts, in der Versenkung &#8211; und wurde erst im April 2019 wieder sichtbar, als die &#220;berwachungsfirma InTheCyber das Unternehmen zum gr&#246;&#223;ten Teil aufkaufte und beide Firmen unter dem Namen Memento Labs zusammenf&#252;hrte. 20 Prozent, <a href=„https://www.vice.com/en_us/article/neavnm/hacking-team-new-owner-starting-from-scratch“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>so schrieb die News-Plattform Vice [5]</strong></a>, gingen an einen anonymen saudi-arabischen Investor. Vincenzetti stieg aus.</p> <h3 class=„subheading“ id=„nav_nachfolger1“>Nachfolger Memento Labs angeschlagen</h3> <p>Memento Labs landete seinerseits erst im M&#228;rz dieses Jahres auf der Liste der „20 gr&#246;&#223;ten Feinde des Internets“ der Organisation Reporter ohne Grenzen. Allerdings hat sich das Unternehmen, wie Reporter ohne Grenzen es beschreibt, „in j&#252;ngerer Zeit weitgehend aus den Schlagzeilen herausgehalten“.</p> <p>F&#252;r tot erkl&#228;rt hat sich der Hacking-Team-Nachfolger selbst (noch) nicht. Dennoch ist es durchaus m&#246;glich, dass sich die von Vincenzetti ver&#246;ffentlichte „Todsagung“ des Hacking Teams auch auf dessen Nachfolger bezieht: <a href=„https://www.vice.com/en_us/article/xgq3qd/memento-labs-the-reborn-hacking-team-is-struggling“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>Schilderungen ehemaliger Mitarbeiter von Memento Labs in einem aktuellen Vice-Artikel [6]</strong></a> zeichnen das Bild eines angeschlagenen, derzeit nicht konkurrenzf&#228;higen Unternehmens.</p> <div class=„inread“> <div class=„a-boxtarget a-boxcontent“ data-collapse-target=„“> <article class=„a-article-teaser a-article-teaser–horizontal-layout-small a-u-no-margin-bottom“ data-cid=„0“><a class=„a-article-teaserlink“ href=„https://www.heise.de/meldung/Feinde-des-Internets-Ueberwachungsfirmen-wie-FinFisher-und-Troll-Armeen-am-Pranger-4681860.html“ name=„meldung.newsticker.inline.article-teaser.1“ title=„Feinde des Internets: &#220;berwachungsfirmen wie FinFisher und Troll-Armeen am Pranger“> <figure class=„a-article-teaserimage-container“><div><strong> <img alt=„EU-Copyright-Reform, Zensur, Upload-Filter“ class=„c1“ src=„https://heise.cloudimg.io/width/200/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/Zensur-c9f8d6658cc8f38f.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/200/q30.png-lossy-30.webp-lossy-30.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/9/0/1/4/5/8/Zensur-c9f8d6658cc8f38f.jpeg 2x“ referrerpolicy=„no-referrer“ /> </strong></div> </figure><div class=„a-article-teasercontent-container“> </div> [7]</a></article></div> <p>Demnach fu&#223;en die Probleme unter anderem auf Streitigkeiten mit Vincenzetti noch immer loyal ergebenen Angestellten, &#252;berzogenen Gehaltsforderungen und einem Mangel an Personal. Es fehle an Fachkompetenz bei Management und verbliebenen Mitarbeitern. Vor allem aber ben&#246;tige der Code des ehemaligen Hacking-Team-Vorzeigeprodukts, der &#220;berwachungssoftware „Remote Control System“ (RCS), dringend eine General&#252;berholung, so die Ex-Mitarbeiter. Die Software sei im Grunde noch dieselbe wie jene, die 2015 (mindestens in Teilen) geleakt wurde und sei lediglich notd&#252;rftig aktualisiert worden, damit sie weiterhin funktioniere.</p> <p>Das alles zeigt, dass aus Vincenzettis nach dem Hack vor f&#252;nf Jahren verk&#252;ndeten <a href=„https://www.heise.de/meldung/Ueberwachungssoftware-Hacking-Team-will-neues-Remote-Control-System-anbieten-2749761.html“><strong>Pl&#228;nen einer RCS-Neuentwicklung [8]</strong></a> nichts geworden ist &#8211; und l&#228;sst die „Wiederauferstehung“ des Hacking Teams als Memento Labs zumindest m&#252;hsam, wenn nicht zweifelhaft erscheinen.</p> <p>() </p> <hr /><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br /><small><code>https://www.heise.de/-4766763</code></small></p> <p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br /><small><code><strong>[1]</strong>&#160;https://www.linkedin.com/company/hacking-team/</code></small><br /><small><code><strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/thema/Hacking-Team</code></small><br /><small><code><strong>[3]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Nach-dem-GAU-Ueberwachungssoftware-Hersteller-Hacking-Team-versucht-Schadensbegrenzung-2740253.html</code></small><br /><small><code><strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Alptraum-fuer-Ueberwachungssoftware-Hersteller-Wikileaks-veroeffentlicht-E-Mails-von-Hacking-Team-2747792.html</code></small><br /><small><code><strong>[5]</strong>&#160;https://www.vice.com/en_us/article/neavnm/hacking-team-new-owner-starting-from-scratch</code></small><br /><small><code><strong>[6]</strong>&#160;https://www.vice.com/en_us/article/xgq3qd/memento-labs-the-reborn-hacking-team-is-struggling</code></small><br /><small><code><strong>[7]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Feinde-des-Internets-Ueberwachungsfirmen-wie-FinFisher-und-Troll-Armeen-am-Pranger-4681860.html</code></small><br /><small><code><strong>[8]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Ueberwachungssoftware-Hacking-Team-will-neues-Remote-Control-System-anbieten-2749761.html</code></small><br /><small><code><strong>[9]</strong>&#160;mailto:ovw@heise.de</code></small><br /></p> <p class=„printversioncopyright“><em>Copyright &#169; 2020 Heise Medien</em></p> </div> </html>

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Computer gespeichert werden. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information