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Die "Neue Rechte" ist – und was nicht

Originalartikel

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<html> <p>Angesichts eines allgemeinen „Rechtsrucks“ in der deutschen Gesellschaft, der sich zun&#228;chst an den Mobilisierungserfolgen von Pegida und dann an den Einz&#252;gen der AfD in alle Landesparlamente und den Bundestag zeigte, findet die Formulierung „Neue Rechte“ wieder gr&#246;&#223;ere Verbreitung. Damit bezeichnen nicht nur Journalisten die erw&#228;hnte Bewegung wie die genannte Partei. Auch andere Begleiterscheinungen der angesprochenen politischen Entwicklung wie etwa das „Compact“-Magazin oder die Initiative „Ein Prozent“ werden so etikettiert. Diese Begriffsverwendung ignoriert indessen die Forschung dazu, wo mit „Neue Rechte“ ein besonderes Ph&#228;nomen umschrieben wird. Es l&#228;sst sich allgemein wie folgt definierten: „Neue Rechte“ steht f&#252;r eine Intellektuellengruppe, die sich haupts&#228;chlich auf das Gedankengut der Konservativen Revolution der Weimarer Republik st&#252;tzt, eher ein Netzwerk ohne feste Organisationsstrukturen darstellt und mit einer „Kulturrevolution von rechts“ einen grundlegenden politischen Wandel vorantreiben will.</p><h3 id=„node-content-title-0“>Analysekriterien zur Erfassung der Neuen Rechten</h3><p>Was genau ist damit gemeint und was nicht? F&#252;r eine Skizze des Gemeinten bietet sich zun&#228;chst die IOS-Unterscheidung an, also die Frage nach Ideologie, Organisation und Strategie. So lassen sich die formalen und inhaltlichen Konturen der Neuen Rechten klarer benennen. Welche Autoren, Institutionen und Publikationsorgane damit gemeint sind, soll dann noch gesondert erl&#228;utert werden. Es gibt dabei Einrichtungen oder Zeitschriften, die ganz der „Neuen Rechen“ zugeordnet werden k&#246;nnen, aber auch solche, wo dies nur teilweise der Fall ist. Dar&#252;ber hinaus werden in den Medien immer wieder unterschiedliche Ph&#228;nomene so etikettiert. Dies geschieht nicht selten aus einer gewissen Hilflosigkeit heraus, nimmt man doch etwas „Neues“ von „rechts“ wahr. Mit den hier genannten Kriterien soll Klarheit geschaffen werden in der Frage, was die „Neue Rechte“ ist &#8211; und was nicht.</p><h3 id=„node-content-title-1“>Ideologie: Berufung auf die Konservative Revolution der Weimarer Republik</h3><p>Hinsichtlich der Ideologie beruft man sich auf die Konservative Revolution (gemeint sind hier die „Jungkonservativen“) in der Weimarer Republik. Dabei handelte es sich ebenfalls um eine Intellektuellenstr&#246;mung. Die ambivalent wirkende Bezeichnung meinte, dass man nicht mehr das Bestehende bewahren, sondern &#252;berwinden wollte. Damit war die Weimarer Republik als demokratischer Verfassungsstaat gemeint. Demgegen&#252;ber sollten angeblich verlorene Wertvorstellungen wiederbelebt werden: Elite, F&#252;hrung, Gott, Nation, Natur, Ordnung, Rasse und Volksgemeinschaft. Mit Aufkl&#228;rung, Gleichwertigkeit, Individualit&#228;tsprinzip, Liberalismus, Menschenrechten, Parlamentarismus, Parteiendemokratie und Pluralismus hatte all dies nichts zu tun. Die Alternative sollte eine autorit&#228;re Diktatur mit einer realen Massenbasis sein. Die bekanntesten Verteidiger der Konservativen Revolution waren der Redenschreiber Edgar Julius Jung, der Publizist Arthur Moeller van den Bruck, der Staatsrechtler Carl Schmitt und der Kulturphilosoph Oswald Spengler. Auf diese antirepublikanischen Denker beruft sich die heutige Neue Rechte.</p><h3 id=„node-content-title-2“>Organisation: Netzwerk unterschiedlicher Publizisten</h3><p>Eine feste Organisationsstruktur wie eine Partei oder einen Verein gibt es f&#252;r diese nicht. Man kann &#8211; um es zuzuspitzen &#8211; nicht formales Mitglied der Neuen Rechten werden und etwa einen Mitgliedsausweis erhalten. Vielmehr handelt es sich um ein Netzwerk unterschiedlicher Publizisten: Man h&#246;rt sich, man kennt sich, man liest die Texte der anderen, man trifft sich. Es bestehen hinsichtlich der Berufung auf die Konservative Revolution ideologische Gemeinsamkeiten. Gleichwohl gibt es auch Differenzen in bestimmten Fragen: Beruft man sich auf das Christentum oder stellt man sich dagegen? Soll es mehr Marktwirtschaft oder mehr Sozialstaat geben? Will man Fundamentalopposition betreiben oder Parteipolitik f&#246;rdern? Eine festere Organisationsform w&#228;re angesichts solcher Unterschiede auch wenig wahrscheinlich. So besteht eher ein loser und pers&#246;nlicher Kontakt, der sich auch im schlichten gemeinsamen Publizieren und Referieren artikuliert. Dazu k&#246;nnen als Foren sowohl Sammelb&#228;nde und Theorieorgane wie Konferenzen und Seminare dienen.</p><h3 id=„node-content-title-3“>Strategie: „Kulturrevolution“ und „Metapolitik“ zum Systemwechsel</h3><p>Gemeinsam ist der Neuen Rechten, dass sie f&#252;r eine geistige &#220;berwindung des demokratischen Verfassungsstaates eintritt. Daf&#252;r werden Bezeichnungen wie „Kampf um die K&#246;pfe“, „Kulturrevolution von rechts“ oder „Metapolitik“ gew&#228;hlt. Gemeint ist damit folgende Grundannahme: Ein geistiger Wandel m&#252;sse einem politischen Wandel vorausgehen. Zun&#228;chst bed&#252;rfe es im Diskurs eines Hegemoniegewinns der eigenen Positionen, erst danach k&#246;nnten sie in Politik umgesetzt werden. Kurioserweise beruft man sich dabei gern auf den italienischen Marxisten Antonio Gramsci, der f&#252;r die Kommunisten eine geistige Revolution als Voraussetzung einer politischen Revolution angemahnt hatte. Dieser strategische Ansatz wurde dann von der Neuen Rechten mit anderen ideologischen Vorzeichen &#252;bernommen. Insofern setzt man weniger auf politische Bewegungen und Parteien, sieht sich die Neue Rechte doch eher als deren Vordenker. Gleichwohl n&#228;hern sich deren Repr&#228;sentanten derartigen Politikformen je nach Situation auch an.</p><h3 id=„node-content-title-4“>Differenzierung „Alte Rechte“ &#8211; „Neue Rechte“</h3><p>Die vorstehenden Ausf&#252;hrungen verdeutlichten, dass das Neue an der Neuen Rechten weder inhaltlich noch zeitlich gemeint ist. Denn die ideologischen Ankn&#252;pfungspunkte der Konservativen Revolution entstammten der Weimarer Republik und Erscheinungsformen der Neuen Rechten im gemeinten Sinne gab es bereits in den 1980er Jahren. Daher wurde das „Neue“ in Neue Reche eben bewusst gro&#223; und nicht klein geschrieben. Obwohl die Neue Rechte als rechtsextremistisch gelten kann, gab bzw. gibt es Differenzen zum traditionellen Rechtsextremismus. Diese bestehen in einem ideologischen und strategischen Sinne: Bei dem erstgenannten Aspekt geht es um die Berufung auf die Konservative Revolution bzw. die Jungkonservativen und eben nicht auf den Nationalsozialismus. Bei dem strategischen Gesichtspunkt steht im Mittelpunkt, dass es der Entwicklung einer eigenen politischen Theorie bed&#252;rfe und f&#252;r diese eben im Kontext eines „Kampfes um die kulturelle Hegemonie“ im Meinungsdiskurs auch gestritten werden m&#252;sse. Kurzum: Man entdeckte den intellektuellen Diskurs als politisches Handlungsfeld.</p><h3 id=„node-content-title-5“>Grundpositionen der gegenw&#228;rtigen Neuen Rechten</h3><p>Worin bestehen nun die konkreten Grundpositionen der Neuen Rechten &#252;ber die erw&#228;hnten ideologischen, organisatorischen und strategischen Spezifika hinaus? Der inhaltliche Ausgangspunkt ist die Berufung auf die Ideen der erw&#228;hnten Konservativen Revolution, wobei deren konstitutives Gedankengut auf die gegenw&#228;rtige Situation &#252;bertragen werden soll. Dabei wird ein homogenes Demokratieverst&#228;ndnis gegen ein pluralistisches Demokratieverst&#228;ndnis gestellt. Ein v&#246;lkischer Nationalismus soll als Orientierungspunkt den Primat der Menschenrechte abl&#246;sen. Elitevorstellungen werden als Gegensatz zum Gleichheitsideal verk&#252;ndet. Das individuelle Menschenrechtsverst&#228;ndnis soll durch ein kollektivistisches Menschenrechtsverst&#228;ndnis ersetzt werden (Menschenrechte nicht f&#252;r Einzelne, sondern f&#252;r V&#246;lker). Bemerkenswert ist bei all dem, dass die genauen Konturen des propagierten Politikverst&#228;ndnisses nicht pr&#228;ziser gezeichnet werden. Auch skizzieren die gemeinten Intellektuellen die von ihnen eingeforderte Alternative nicht n&#228;her als politisches System.</p><h3 id=„node-content-title-6“>Identit&#228;res versus pluralistisches Demokratieverst&#228;ndnis</h3><p>Der erw&#228;hnte Gegensatz von identit&#228;rem und pluralistischem Demokratieverst&#228;ndnis soll hier noch einmal gesondert thematisiert werden: Die gemeinten Intellektuellen bekennen sich durchaus zur Demokratie, deuten das Gemeinte aber in ihrem Sinne um. Dabei gehen sie von einer auch ethnischen, aber insbesondere politischen Homogenit&#228;t des Volkes aus. Es soll eine Einheit von Regierenden und zu Regierenden geben, was letztendlich eine Opposition ebenso wie den Pluralismus ausschlie&#223;t. Dabei beruft man sich gern auf den Staatsrechtler Carl Schmitt, der seine diesbez&#252;glichen Auffassungen in bemerkenswerter Deutlichkeit bekundete: „Zur Demokratie geh&#246;rt &#8230; notwendig erstens Homogenit&#228;t und zweitens &#8211; n&#246;tigenfalls &#8211; die Ausscheidung oder Vernichtung des Heterogenen &#8230;“ (Carl Schmitt, Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus [1923/1926], Berlin 1991, S. 14). Eine Diktatur w&#228;re dann so verstanden demokratischer als der Parlamentarismus, sofern sie sich auf eine wie auch immer bestimmbare Massenakzeptanz st&#252;tzen w&#252;rde.</p><h3 id=„node-content-title-7“>Exkurs: Ethnopluralismus als Merkmal der Neuen Rechten</h3><p>Als Besonderheit wird immer wieder der „Ethnopluralismus“ der Neuen Rechten genannt. Dabei handelt es sich aber schon lange nicht mehr um ein Alleinstellungsmerkmal dieser geistigen Str&#246;mung, finden sich die gemeinten Auffassungen doch mittlerweile in vielen Bereichen des Rechtsextremismus. Es geht dabei um folgendes: Eine Abwertung anderer Kulturen und V&#246;lker wird offiziell abgelehnt, komme doch allen Kulturen und V&#246;lkern gleiche Wertigkeit zu. Deren Angeh&#246;rigen w&#228;re aber die Identit&#228;tswahrung am besten in den jeweiligen Heimatl&#228;ndern m&#246;glich, was in ihrem angeblich eigenen Interesse eine entsprechende R&#252;ckkehr n&#246;tig mache. Diese Auffassung l&#228;uft somit in der Konsequenz auf eine „Ausl&#228;nder raus“-Politik hinaus oder w&#252;rde in der Bildung von Apartheid-Strukturen in den jeweiligen Gesellschaften m&#252;nden. Dar&#252;ber hinaus k&#246;nnen nicht nur die Akteure der Neuen Rechten, sondern auch anderen Ethnopluralismus-Protagonisten keine genauen Merkmale zur Einordnung von Individuen in bestimmte Kulturen nennen.</p><h3 id=„node-content-title-8“>Einstellung zum Nationalsozialismus und Neonazismus</h3><p>Auch wenn man durchaus ideologische Gemeinsamkeiten ausmachen kann, besteht eine distanzierte Einstellung zu Nationalsozialismus und Neonazismus. Bereits bei der Konservativen Revolution gab es entsprechende Unterschiede. Diese bezogen sich aber mehr auf Habitus und Strategie: Die damaligen elit&#228;ren Intellektuellen wollten mit den geistig schlichten SA-Stra&#223;enk&#228;mpfern wenig zu tun haben. Auch in Hitler erblickten sie weniger eine Lichtgestalt und mehr einen Massenmobilisator. Ideologisch bestanden indessen Gemeinsamkeiten, wobei die Konservative Revolution eher auf den Staat und die Nationalsozialisten mehr auf die „Rasse“ bezogen waren. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich in der Gegenwart, wo die Neue Reche mit den Neonazis allein schon wegen des Niveauunterschieds und Sozialverhaltens wenig zu tun haben will. In deren Anlehnung an den historischen Nationalsozialismus erblickt man dar&#252;ber hinaus eine falsche Orientierung, zudem sich so in der breiten &#214;ffentlichkeit weniger politische Sympathiepunkte sammeln lassen.</p><h3 id=„node-content-title-9“>Extremismustheoretische Einsch&#228;tzung der Neuen Rechten</h3><p>Angesichts der Berufung auf die Konservative Revolution, die f&#252;r ein „antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik“ (Kurt Sontheimer) steht, kann die Neue Rechte mit dieser Orientierung als rechtsextremistisch gelten. Dagegen spricht weder, dass sie auf Gewalt verzichtet, noch, dass sie sich vom Nationalsozialismus distanziert. Extremismus meint die Ablehnung der Grundlagen moderner Demokratie und offener Gesellschaft, die eben in den Bez&#252;gen auf die genannte ideengeschichtliche Str&#246;mung deutlich wird. Eine Aufforderung zur Gewaltanwendung ist daf&#252;r ebenso wenig n&#246;tig wie ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus. Beides sind entgegen weit verbreiteter Fehldeutungen nur besondere Erscheinungsformen von Extremismus, es kann auch eine nur intellektuelle Delegitimierung der Grundlagen des demokratischen Verfassungsstaates geben. Diese Ausrichtung ist der Neuen Rechten eigen und genau darin ist das Gefahrenpotential f&#252;r Demokratie und Menschenrechte, Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit zu sehen.</p><h3 id=„node-content-title-10“>Repr&#228;sentanten: Was die Neue Rechte ist</h3><p>Worin besteht nun die Neue Rechten hinsichtlich Organisationen und Personen? Als eine Art „Denkfabrik“ dieser geistigen Str&#246;mung gilt das „Institut f&#252;r Staatspolitik“, wobei es sich aber um eine private, nicht um eine universit&#228;re Einrichtung handelt. Da die Bezeichnung gegenteiliges suggeriert, bedarf es dieser Klarstellung: Man hat es hier nur mit einem „Rittergut“ in Schnellroda zu tun. Eine breiter entwickelte Organisationsstruktur besteht nicht. Gleichwohl gibt es dort den nahestehenden „Antaios-Verlag“, die „Sezession“ als Theoriezeitschrift, aber auch Schulungs- und Vortragsveranstaltungen. Die bekanntesten Akteure wie G&#246;tz Kubitschek als Leitfigur oder Thor von Waldstein als Stammautor und -referent lassen sich der Neuen Rechten zuordnen. Dies gilt aber nicht f&#252;r jeden Autor oder Vortragenden, will man doch mit seinen Ideen &#252;ber den Konservativismus breiter in die Mehrheitsgesellschaft hineinwirken. Ebenfalls zur Neuen Rechten geh&#246;rt der Publizist Karlheinz Wei&#223;mann, trotz seines Bruchs mit dem „Institut f&#252;r Staatspolitik“.</p><h3 id=„node-content-title-11“>Exkurs: Konflikt in der Neuen Rechten hinsichtlich der Parteipolitik</h3><p>Um dies zu veranschaulichen, muss der Konflikt in der Neuen Rechten hinsichtlich der Parteipolitik thematisiert werden. Das „Institut f&#252;r Staatspolitik“ wurde 2000 gemeinsam von Kubitschek und Wei&#223;mann gegr&#252;ndet und auch die „Sezession“ als Zeitschrift von ihnen geleitet. Dann kam es 2014 zu einem Bruch, der neben pers&#246;nlichen Gr&#252;nden auch politische Motive hatte. Diese hingen mit der Einsch&#228;tzung der AfD-Wahlerfolge zusammen: W&#228;hrend sich die „Junge Freiheit“ und Wei&#223;mann von der Partei eine l&#228;ngerfristigen politischen Wandel versprachen, sahen das „Institut f&#252;r Staatspolitik“ und Kubitschek darin die Gefahr einer Anpassung an das abgelehnte System. Demgem&#228;&#223; distanzierten sich die Erstgenannten von dem H&#246;cke-Fl&#252;gel der Partei, w&#228;hrend die Letztgenannten sich gerade in diese Richtung orientierten. In der Gesamtschau bestehen aber weniger demokratietheoretische oder ideologische Differenzen, sondern mehr strategische und taktische Unterschiede, h&#228;tte es doch ansonsten zuvor keine so gute Zusammenarbeit gegeben.</p><h3 id=„node-content-title-12“>Fehlwahrnehmungen: Was die Neue Reche nicht ist</h3><p>Nach der vorstehenden Definition geh&#246;ren bestimmte Organisationen, Personen und Publikationen nicht zur Neuen Rechten, auch wenn sie in den Medien immer wieder so verortet werden: Die Identit&#228;re Bewegung bezieht sich zwar auf die Ideen der Konservativen Revolution, hat aber einen aktionsorientierten Ansatz und k&#246;nnte insofern allenfalls als „Neue Rechte auf der Stra&#223;e“ gelten. In Zeitungen wie der „Jungen Freiheit“ oder Zeitschriften wie „Cato“ finden sich zwar Autoren und Positionen der Neuen Rechten. Da dort aber auch andere Auffassungen und Repr&#228;sentanten aus dem „rechten“ politischen Lager vorkommen, k&#246;nnen sie nicht pauschal der Neuen Rechten zugeordnet werden. Gleiches gilt f&#252;r bekannte einzelne Buchautoren wie Thilo Sarrazin, der sich nicht auf das Gedankengut der Konservativen Revolution beruft. Ebenso verh&#228;lt es sich bei der AfD als Partei und bei Pegida als Bewegung, wo man Neue Rechte allenfalls am Rande findet.</p><h3 id=„node-content-title-13“>Literatur</h3><p>Gessenharter, Wolfgang/Pfeiffer, Thomas (Hrsg.): Die Neue Rechte &#8211; eine Gefahr f&#252;r die Demokratie?, Wiesbaden 2004.</p><p>Klaus-Peter Hufer: Neue Reche, altes Denken. Ideologie, Kernbegriffe und Vordenker, Weinheim 2018.</p><p>Pfahl-Traughber, Armin: Konservative Revolution und Neue Rechte. Rechtsextremistische Intellektuelle gegen den demokratischen Verfassungsstaat, Opladen 1998.</p><p>Pfahl-Traughber, Armin: Zeitschriftenportrait Sezession, in: Backes, Uwe/Gallus, Alexander/Jesse, Eckhard (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie, bd. 29, Baden-Baden 2017, S. 216-230.</p><p>Salzborn, Samuel: Angriff der Antidemokraten. Die v&#246;lkische Rebellion der Neuen Rechten, Weinheim 2017.</p><p>Sontheimer, Kurt: Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik. Die politischen Ideen des deutschen Nationalismus zwischen 1918 und 1933, M&#252;nchen 1983.</p><p>Thomas Wagner, Die Angstmacher. 1968 und die Neuen Rechten, Berlin 2017.</p><p>Wei&#223;, Volker: Die autorit&#228;re Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes, M&#252;nchen 2017.</p> </html>

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