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Fake-Notfallanfragen: Apple und Meta gaben angeblich Nutzerdaten preis

Originalartikel

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<html> <header class=„article-header“><h1 class=„articleheading“>Fake-Notfallanfragen: Apple und Meta gaben angeblich Nutzerdaten preis</h1><div class=„publish-info“> Leo Becker</div></header><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/4/4/5/6/0/1/shutterstock_1850024530.jpg-20e065df4c1a2315.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/4/4/5/6/0/1/shutterstock_1850024530.jpg-20e065df4c1a2315.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/4/4/5/6/0/1/shutterstock_1850024530.jpg-20e065df4c1a2315.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/4/4/5/6/0/1/shutterstock_1850024530.jpg-20e065df4c1a2315.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/2300/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/4/4/5/6/0/1/shutterstock_1850024530.jpg-20e065df4c1a2315.jpeg 2300w“ alt=„“ class=„img-responsive“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„akwa-caption“>(Bild:&#160;bluesroad/Shutterstock.com)</figcaption></figure><p><strong>Durch Zugriff auf Mail-Adressen von Strafverfolgern konnten Hacker offenbar Nutzerdaten bei Diensten abfragen. In Notf&#228;llen werden Daten schnell herausgegeben.</strong></p><p>Kriminelle haben durch Schwachpunkte bei der Bearbeitung von Beh&#246;rdenanfragen offenbar Zugriff auf Nutzerdaten popul&#228;rer Dienste erhalten. Mit erschlichenen Zug&#228;ngen zu E-Mail-Systemen von Strafverfolgungsbeh&#246;rden sei es Hackern im vergangenen Jahr m&#246;glich gewesen, sogenannte Notfallanfragen an gro&#223;e Plattformbetreiber zu stellen und gezielt Nutzerdaten anzufragen, wie <em>Krebs on Security</em> berichtet. Im Unterschied zu normalen Auskunftsersuchen von Beh&#246;rden werden die Notfallanfragen gew&#246;hnlich direkt bearbeitet und ben&#246;tigen keine richterliche Anweisung.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_basisdaten_zu0“>Basisdaten zu Nutzern &#252;bermittelt</h3><p>Sowohl Apple als auch die Facebook- und Instagram-Mutter Meta haben auf gef&#228;lschten Notfallanfragen hin Mitte des Jahres 2021 Nutzerdaten an Hacker herausgegeben, wie die Finanznachrichtenagentur <em>Bloomberg</em> unter Verweis auf informierte Personen berichtet. Dabei seien „Basisdetails“ zu Nutzern wie Adresse, Telefonnummer und IP-Adresse &#252;bermittelt worden. Die Kommunikationsplattform Discord <a href=„https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-03-30/apple-meta-gave-user-data-to-hackers-who-forged-legal-requests“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>best&#228;tigte gegen&#252;ber <em>Bloomberg</em> [1]</strong></a>, ebenfalls Daten herausger&#252;ckt zu haben. Die Quelle der Anfrage sei bei der &#220;berpr&#252;fung als legitim eingestuft worden, betonte Discord, erst sp&#228;ter wurde erkannt, dass sie durch einen „b&#246;swilligen Akteur kompromittiert worden war“. Auch der Snapchat-Betreiber Snap hat entsprechende Anfragen erhalten, ob dort ebenfalls Daten preisgegeben wurden, bleibt unklar.</p><p><a href=„https://www.heise.de/news/Hacker-Gruppe-Lapsus-Sieben-Teenager-in-Grossbritannien-festgenommen-6625675.html“><strong>Der Hacker-Gruppe Lapsus$ zugeschriebene Teenager [2]</strong></a> bewarben diese M&#246;glichkeit zur gezielten Abfrage von Nutzerdaten den Berichten zufolge in Foren und verlangten jeweils rund 100 bis 250 US-Dollar daf&#252;r, <a href=„https://krebsonsecurity.com/2022/03/hackers-gaining-power-of-subpoena-via-fake-emergency-data-requests/“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>schreibt <em>Krebs on Security</em> [3]</strong></a>. Damit w&#252;rden sich Nutzerdaten von praktisch jedem Dienst abfragen lassen, die auch Strafverfolger erhalten k&#246;nnen, hie&#223; es dort.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_apple1“>Apple: Datenherausgabe bei 93 Prozent der Notfallanfragen</h3><p>Gegen&#252;ber US-Medien verwies Apple in einer Stellungnahme auf seine Richtlinien zur Handhabung von Beh&#246;rdenanfragen. „Wenn ein solches Notfall-Auskunftsersuchen der Regierungs- oder Strafverfolgungsbeh&#246;rde zu Kundendaten gestellt wird, kann der Dienstvorgesetzte des Ermittlungsbeamten, der die Notfallanfrage eingereicht hat, kontaktiert werden, um gegen&#252;ber Apple zu best&#228;tigen, dass es sich um eine berechtigte Notfallanfrage handelt“, <a href=„https://www.apple.com/de/privacy/government-information-requests/“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>erl&#228;uterte der Konzern dort [4]</strong></a>.</p><p>Laut dem letzten ver&#246;ffentlichten Transparenzbericht hat Apple im zweiten Halbjahr 2020 insgesamt 1162 solcher „Emergency Requests“ erhalten, in 93 Prozent davon wurden Daten herausgegeben. Das kann neben Basisinformationen „in bestimmten F&#228;llen“ auch sensible iCloud-Daten wie iPhone-Backups, Fotos und Kontakte umfassen, wie der Konzern erkl&#228;rt. &#220;ber die iPhone-Backups k&#246;nnen Strafverfolger &#8211; oder theoretisch eben auch Hacker &#8211; zudem Zugriff auf die iMessage-Kommunikation von Nutzern erhalten.</p><div class=„a-boxtarget a-boxcontent“ data-collapse-target=„“></div><p>() </p><hr /><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br /><small><code>https://www.heise.de/-6659288</code></small></p><p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br /><small><code><strong>[1]</strong>&#160;https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-03-30/apple-meta-gave-user-data-to-hackers-who-forged-legal-requests</code></small><br /><small><code><strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Hacker-Gruppe-Lapsus-Sieben-Teenager-in-Grossbritannien-festgenommen-6625675.html</code></small><br /><small><code><strong>[3]</strong>&#160;https://krebsonsecurity.com/2022/03/hackers-gaining-power-of-subpoena-via-fake-emergency-data-requests/</code></small><br /><small><code><strong>[4]</strong>&#160;https://www.apple.com/de/privacy/government-information-requests/</code></small><br /><small><code><strong>[5]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Apples-iCloud-Behoerden-wollen-immer-mehr-Nutzerdaten-6262834.html</code></small><br /><small><code><strong>[6]</strong>&#160;https://www.heise.de/mac-and-i/</code></small><br /><small><code><strong>[7]</strong>&#160;mailto:lbe@heise.de</code></small><br /></p><p class=„printversioncopyright“><em>Copyright &#169; 2022 Heise Medien</em></p> </html>

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