<html> <header class=„article-header“><h1 class=„articleheading“>„Instrument der Spitzenklasse“: Das Radioteleskop Effelsberg wird 50 Jahre alt</h1><div class=„publish-info“> Martin Holland</div></header><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/0/4/8/9/4/original-5d91c77051fa1459.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/0/4/8/9/4/original-5d91c77051fa1459.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/0/4/8/9/4/original-5d91c77051fa1459.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1280/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/0/4/8/9/4/original-5d91c77051fa1459.jpeg 1280w“ alt=„“ class=„img-responsive“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„akwa-caption“>(Bild: © MPIfR)</figcaption></figure><p><strong>Fast 30 Jahre war das Radioteleskop Effelsberg in der Eifel das größte voll bewegliche Radioteleskop der Welt. Am 50. Geburtstag steht es weiter auf Platz 2.</strong></p><figure class=„a-u-inline-right a-inline-image a-u-inline“><div><figcaption class=„a-caption“>Die Radioschüssel im Mai 1971</figcaption></div><p class=„a-captionsource“>(Bild: © MPIfR)</p></figure><p>Mit der „Effelsberger Radioschüssel“ feiert das größte voll bewegliche Radioteleskop Europas am heutigen Mittwoch 50. Geburtstag. Am 12. Mai 1971 war nach dreijähriger Bauzeit gleichzeitig Richtfest und Eröffnung gefeiert worden, schreibt die Max-Planck-Gesellschaft. Zu deren Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört die 100 Meter große Antenne im Ahrgebirge südwestlich von Bonn. Erst 29 Jahre nach seiner Inbetriebnahme wurde es vom Green-Bank-Observatorium in den USA als weltgrößtes voll bewegliches Radioteleskop der Welt abgelöst. Den zweiten Platz hält es immer noch.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_blick_in_die0“>Blick in die Tiefen des Universums</h3><p>Die Radioastronomie ist ein Grundpfeiler der modernen <a href=„https://www.heise.de/meldung/Radioastronomie-Detaillierte-Himmelskarte-zeigt-Verbreitung-des-Wasserstoffs-3355895.html“><strong>Erforschung des Universums [1]</strong></a> und hat wesentliche Entdeckungen ermöglicht. So erinnert die Max-Planck-Gesellschaft daran, dass auf diesem Weg neue Himmelskörper wie Quasare und Pulsare oder Wasser in 11 Milliarden Lichtjahren Entfernung entdeckt wurden. Vier Physik-Nobelpreise gehen demnach auf die Technik zurück. Inzwischen werden Radioteleskope wie jenes nahe Effelsberg weltweit virtuell zusammengeschaltet, um Antennen zu simulieren, die die Größe der Erde erreichen können. Damit konnte unter anderem <a href=„https://www.heise.de/news/Aufnahme-des-Schwarzen-Lochs-von-M87-Polarisiertes-Licht-verraet-Magnetfelder-5996922.html“><strong>die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs [2]</strong></a> gemacht werden. Außerdem ist das Effelsberger Teleskop auch an der <a href=„https://www.heise.de/meldung/Zwerggalaxie-ist-Ursprung-mysterioeser-Radioblitze-3588351.html“><strong>Erforschung der mysteriösen Fast Radio Bursts (FRB) beteiligt [3]</strong></a>.</p><noscript><p><em>Bei Problemen mit der Wiedergabe des Videos aktivieren Sie bitte JavaScript</em></p></noscript><figure class=„video video–fullwidth a-u-inline akwa-inline-video player“><figcaption class=„video_titel a-caption“>Mit der Drohne über die „Effelsberger Radioschüssel“ (Quelle: MPIfR)</figcaption></figure><p>Insgesamt wiegt die Stahlkonstruktion der gesamten Antenne 3200 Tonnen, der 1950 Tonnen schwere bewegliche Teil kann innerhalb von nur 15 Minuten einmal um 360 Grad gedreht und in fünf Minuten um fast 90 Grad gekippt werden. Dank guter Pflege und regelmäßiger Modernisierungen sei das Radioteleskop auch 50 Jahre nach der Inbetriebnahme noch im Topzustand, versichert Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Antenne sei deshalb sogar „<a href=„https://www.mpg.de/4289120/Interview_Kramer“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>besser als je zuvor [4]</strong></a>“, gibt er sich überzeugt. Im Herbst des vergangenen Jahres war mit dem altersschwachen Arecibo-Observatorium das für Jahrzehnte größte – nicht bewegliche – Radioteleskop der Welt zerstört worden. Das insgesamt größte Radioteleskop der Welt steht inzwischen in China.</p><header class=„a-boxheader“ data-collapse-trigger=„“>Lesen Sie auch</header><div class=„a-boxtarget a-boxcontent“ data-collapse-target=„“><article class=„a-article-teaser a-article-teaser–horizontal-layout article-teaser–articlebox a-u-no-margin-bottom a-theme“ data-cid=„0“><a class=„a-article-teaserlink“ href=„https://www.heise.de/meldung/Zahlen-bitte-408-MHz-Der-etwas-andere-Blick-aus-der-Eifel-ins-Universum-3786914.html“ name=„meldung.newsticker.inline.article-teaser.1“ title=„Zahlen, bitte! 408 MHz – Der etwas andere Blick aus der Eifel ins Universum“><figure class=„a-article-teaserimage-container“><div><strong><img alt=„Zahlen bitte! 408 Mhz – Der etwas andere Blick aufs Universum aus Effelsberg“ height=„594“ src=„https://static.wallabag.it/7862d1b7aff4c3b00f37212fefade4e0e2c4cf00/64656e6965643a646174613a696d6167652f7376672b786d6c2c253343737667253230786d6c6e733d27687474703a2f2f7777772e77332e6f72672f323030302f7376672725323077696474683d273639367078272532306865696768743d2733393170782725323076696577426f783d2730253230302532303639362532303339312725334525334372656374253230783d273027253230793d27302725323077696474683d27363936272532306865696768743d273339312725323066696c6c3d27253233663266326632272533452533432f726563742533452533432f737667253345/“ class=„c1“ width=„1056“ referrerpolicy=„no-referrer“ /></strong></div></figure><div class=„a-article-teasercontent-container“><header><h1 class=„a-article-teasertitle a-u-mb-1“><strong>Zahlen, bitte! 408 MHz – Der etwas andere Blick aus der Eifel ins Universum</strong></h1></header></div>[5]</a></article></div><p>Das Radioteleskop in Effelsberg werde noch auf absehbarer Zeit zur Weltspitze gehören, ist man sich beim Max-Planck-Institut für Radioastronomie anlässlich des runden Geburtstags sicher. „Auch nach 50 Jahren ist das Teleskop ein astronomisches Instrument der Spitzenklasse“, sagt Observatoriumsleiter Alex Kraus. Abgesehen von der Grundstruktur würden alle Komponenten beständig verbessert und erneuert, zuletzt sei es gelungen, die Verstärker der Empfangselektronik noch einmal deutlich weiterzuentwickeln. Nun könne der Himmel nicht nur schneller abgesucht, sondern auch jeweils länger belichtet werden. Zwar gehöre die Zukunft den Teleskopverbünden, wie etwa <a href=„https://www.heise.de/meldung/400-Gigabyte-pro-Sekunde-Supercomputer-Summit-simuliert-Riesenteleskop-SKA-4569015.html“><strong>dem geplanten Square Kilometer Array [6]</strong></a>, aber einzelne Schüsseln wie das bei Effelsberg hätten ihre Stärken, die auch weiterhin gefragt bleiben würden.</p>Bild 1 von 0<h2><a href=„https://www.heise.de/bilderstrecke/bilderstrecke_3787160.html?back=6044398;back=6044398“ title=„Bilderstrecke: Das Radioteleskop Effelsberg (0 Bilder)“><strong>Das Radioteleskop Effelsberg (0 Bilder) [7]</strong></a></h2><a href=„https://www.heise.de/bilderstrecke/bilderstrecke_3787160.html?back=6044398;back=6044398“ title=„Bilderstrecke: Das Radioteleskop Effelsberg (0 Bilder)“><div class=„gallery-inner“><figure><strong><img src=„“ referrerpolicy=„no-referrer“ alt=„image“ /></strong></figure></div>[8]</a><p>() </p><hr /><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br /><small>
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<strong>[6]</strong> https://www.heise.de/meldung/400-Gigabyte-pro-Sekunde-Supercomputer-Summit-simuliert-Riesenteleskop-SKA-4569015.html
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