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Intellexa: Spyware des Predator-Herstellers kommt über Online-Werbung

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<html> <figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/4/5/7/1/2/5/2/shutterstock_1702472602-91a1b2e37cbdccc8.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/4/5/7/1/2/5/2/shutterstock_1702472602-91a1b2e37cbdccc8.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/4/5/7/1/2/5/2/shutterstock_1702472602-91a1b2e37cbdccc8.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/4/5/7/1/2/5/2/shutterstock_1702472602-91a1b2e37cbdccc8.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/2300/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/4/5/7/1/2/5/2/shutterstock_1702472602-91a1b2e37cbdccc8.jpeg 2300w“ width=„4928“ height=„2769“ sizes=„(min-width: 80em) 43.75em, (min-width: 64em) 66.66vw, 100vw“ alt=„H&#246;lzerne Spielfiguren symbolisieren Menschen auf einem Platz. Nur eine Figur ist signalrot markiert.“ class=„img-responsive“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„akwa-caption“>(Bild:&#160;<a href=„https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/“ target=„_blank“ rel=„external noopener“>Kurt Bauschardt CC BY-SA 2.0</a>)</figcaption></figure><p><strong>Der Malware-Dealer Intellexa stellt Sp&#228;hsoftware vor, die Handys rein &#252;ber Werbebanner infiziert.&#8203; Ohne Klick.</strong></p><p>An einer &#220;berwachungssoftware, die Mobiltelefone wie iPhones oder Android-Smartphones rein &#252;ber Online-Werbung infizieren und aussp&#228;hen kann, arbeitet die Intellexa Alliance. Sie ist vor allem als Entwickler des <a href=„https://www.heise.de/news/Predator-iPhone-Spyware-soll-sich-ueber-Apples-Kurzbefehle-einnisten-6299190.html“><strong>m&#228;chtigen Staatstrojaners Predator [1]</strong></a> bekannt. Die neue Malware hei&#223;t Aladdin und installiert sich ohne Klick des Opfers (Zero-Click-Exploits).</p><p>Das geht aus Firmendokumenten hervor, die das griechische Magazin Inside Story und die israelische Zeitung Haaretz eingesehen und ausgewertet haben. 2022 hat Intellexa demnach einen Proof of Concept, also einen Nachweis der Funktionsf&#228;higkeit, vorgelegt. Zu der Zeit versuchte das Verteidigungsministerium in Israel eigentlich h&#228;nderingend, Hersteller daran zu hindern, einschl&#228;gige Spyware auf dem ausl&#228;ndischen Markt zu bewerben.</p><p>Zu den Dokumenten geh&#246;rt <a href=„https://insidestory.gr/article/i-kataskopeytiki-tehnologia-poy-israil-prospathise-na-kratisei-kryfi-dierreyse-sto?token=pvwwyQKrAy“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>den Berichten zufolge [2]</strong></a> eine <a href=„https://www.haaretz.co.il/news/security/2024-04-11/ty-article/.premium/0000018e-c683-d480-a99e-ced7bed30000“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>Vorf&#252;hrung Aladdins [3]</strong></a>. Diese enthalte technische Details, wie die Sp&#228;hsoftware Zielger&#228;te infiziert, sowie Beispiele potenzieller Reklame zur Verbreitung der Malware. Die Banner zielten mit Stellenangeboten offenbar vor allem auf Grafikdesigner und Aktivisten ab, deren Handys &#252;berwacht werden sollten.</p><p>In den Papieren wird Aladdin als „Zero-Click-System“ beschrieben. Es soll Ger&#228;te also ohne Zutun des Opfers kompromittieren: Sobald der Browser die gef&#228;lschte Werbung l&#228;dt, erfolgt die Infektion. Ob die Spyware serienreif gemacht und bereits vertrieben wurde, ist nicht bekannt. Entsprechende Systeme gelten als &#228;u&#223;erst komplex in Entwicklung und Wartung.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_firmengeflecht0“>Firmengeflecht mit Vorliebe f&#252;r Inseln</h3><p>Der israelische Ex-Offizier Tal Dilian hat <a href=„https://www.heise.de/news/Predator-Files-Wie-deutsche-Geldgeber-und-der-Staat-maechtige-Spyware-foerdern-9327419.html“><strong>Intellexa 2018 zusammen mit anderen Kollegen aus dem israelischen Sicherheits-, Milit&#228;r und Geheimdienstapparat gegr&#252;ndet [4]</strong></a>. Der juristische Hauptsitz seines aktuellen Firmenkonglomerats liegt unter dem Namen Thalestris in Irland. T&#246;chter gab oder gibt es unter anderem in Griechenland, der Schweiz, auf Zypern und den Britischen Jungferninseln. Quellen aus der offensiven Cyber-Branche werteten den Versuch Intellexas, die vergleichsweise neue, auf Banner setzende Technik au&#223;erhalb Israels zu produzieren, als Beispiel f&#252;r die Unzul&#228;nglichkeit der bisherigen Vorschriften zum Einhegen von Staatstrojanern.</p><p>Berichten zufolge <a href=„https://www.heise.de/news/Sherlock-Spyware-Wenn-der-Staatstrojaner-per-Online-Werbung-kommt-9308891.html“><strong>hat zumindest auch die israelische Firma Insanet mit Sherlock Sp&#228;hsoftware programmiert [5]</strong></a>, die &#252;ber gezielte Werbebanner Windows-PCs und g&#228;ngige Smartphones infiziert. Google, Apple und Microsoft haben viele Abwehrmechanismen entwickelt, um ihre Produkte zu sch&#252;tzen und Infektionen durch bekannte Spyware wie Pegasus von der NSO Group oder Predator zu verhindern. M&#246;glichkeiten der Verteidigung gegen werbebasierte Spionagetechnik sind bislang nicht &#246;ffentlich bekannt.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_intellexa_gesamt1“>Intellexa-Gesamtpaket f&#252;r ein Land kostet 4 Millionen Euro</h3><p>Ein weiteres von Inside Story und Haaretz eingesehenes Dokument ist ein Angebot an einen potenziellen Kunden im Nahen Osten von Mitte 2022, das den damals aktuellen Instrumentenkasten von Intellexa enth&#252;llt. Aladdin findet sich nicht darauf. Das Unternehmen hatte demnach damals noch kein Zero-Click-Produkt f&#252;r das iPhone, oder hat es diesem Kunden zumindest nicht angeboten. Angef&#252;hrt wird hingegen das Helios-System, das die Infektion von iPhone- und Android-Ger&#228;ten &#8211; m&#246;glicherweise mit Predator &#8211; samt Extraktion des Inhalts des infizierten Telefons erm&#246;glicht.</p><p>Zudem ist eine Offerte enthalten, die bis zu 50 Infektionen umfasst &#8211; beschr&#228;nkt nur auf lokale Nummern im Zielland. Das Gesamtpaket kostet vier Millionen Euro, inklusive einj&#228;hriger Garantie und 24-Stunden-Support. Telefonnummern aus den USA, Griechenland und Israel sollen nicht angegriffen werden d&#252;rfen, was offenbar auf <a href=„https://www.heise.de/news/USA-gehen-gegen-fuehrende-Koepfe-der-Spyware-Entwickler-von-Intellexa-vor-9647214.html“><strong>verh&#228;ngte Sanktionen [6]</strong></a> zur&#252;ckgeht.</p><p>() </p><hr /><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br /><small>

https://www.heise.de/-9682500

</small></p><p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br /><small>

<strong>[1]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Predator-iPhone-Spyware-soll-sich-ueber-Apples-Kurzbefehle-einnisten-6299190.html

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<strong>[2]</strong>&#160;https://insidestory.gr/article/i-kataskopeytiki-tehnologia-poy-israil-prospathise-na-kratisei-kryfi-dierreyse-sto?token=pvwwyQKrAy

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<strong>[3]</strong>&#160;https://www.haaretz.co.il/news/security/2024-04-11/ty-article/.premium/0000018e-c683-d480-a99e-ced7bed30000

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<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Predator-Files-Wie-deutsche-Geldgeber-und-der-Staat-maechtige-Spyware-foerdern-9327419.html

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<strong>[5]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Sherlock-Spyware-Wenn-der-Staatstrojaner-per-Online-Werbung-kommt-9308891.html

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<strong>[6]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/USA-gehen-gegen-fuehrende-Koepfe-der-Spyware-Entwickler-von-Intellexa-vor-9647214.html

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<strong>[7]</strong>&#160;mailto:ds@heise.de

</small><br /></p><p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2024 Heise Medien</em></p> </html>

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