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Klage gegen Datenhändler: Meta nutzte selbst Scraping-Daten ​

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<html> <header class=„article-header“><h1 class=„articleheading“>Klage gegen Datenh&#228;ndler: Meta nutzte selbst Scraping-Daten &#8203;</h1><div class=„publish-info“> Volker Briegleb</div></header><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/6/9/2/0/0/7/shutterstock_1490310101-8e4faf62085978ff.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/6/9/2/0/0/7/shutterstock_1490310101-8e4faf62085978ff.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/6/9/2/0/0/7/shutterstock_1490310101-8e4faf62085978ff.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/6/9/2/0/0/7/shutterstock_1490310101-8e4faf62085978ff.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/2300/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/6/9/2/0/0/7/shutterstock_1490310101-8e4faf62085978ff.jpeg 2300w“ alt=„Smart,Technologies,In,Your,Smartphone,,Collection,And,Analysis,Of,Big“ class=„img-responsive“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„akwa-caption“>(Bild:&#160;Trismegist san/Shutterstock.com)</figcaption></figure><p><strong>Scraping ist verp&#246;nt und Anbieter verbieten es in ihren Nutzungsbedingungen. Meta verklagt Datenh&#228;ndler, nutzt deren Dienste aber offenbar selbst.&#8203;</strong></p><p>Facebook hat offenbar ein Unternehmen jahrelang daf&#252;r bezahlt, Daten von Webseiten zu sammeln. Zugleich f&#252;hrt das soziale Netzwerk &#246;ffentliche Kampagnen und gegen das als „Scraping“ bezeichnete Verfahren. Die <a href=„https://www.heise.de/news/Gefaelschte-Profile-Meta-verklagt-Voyager-Labs-wegen-massenhafter-Datenauslese-7459361.html“><strong>Muttergesellschaft Meta hat im Januar mehrere Datenh&#228;ndler verklagt [1]</strong></a>, die auf diese Weise gesammelte Daten von Facebook oder Instagram anbieten. In einem solchen Verfahren wurde nun &#246;ffentlich, dass Facebook fr&#252;her selbst Kunde des beklagten Unternehmens war (California Northern District Court, 3:23-cv-00077, Meta Platforms, Inc. v. Bright Data Ltd).</p><p>Die Klage gegen den israelischen Dienstleister Bright Data vor einem Bundesgericht in Kalifornien wurde im Januar eingereicht. In den Prozessunterlagen finden sich Hinweise auf eine vorherige sechsj&#228;hrige Gesch&#228;ftsbeziehung der beiden Unternehmen. Ein Meta-Sprecher best&#228;tigte gegen&#252;ber Bloomberg, dass Meta Daten von Online-H&#228;ndlern bei Bright Data gekauft habe. Auch Bright Data best&#228;tigt die Gesch&#228;ftsbeziehung. Beide wollen nicht sagen, um was f&#252;r Daten und welche Websites es dabei ging.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_scraping0“>Scraping ausgeschlossen</h3><p>Das als „Scraping“ bezeichnete Verfahren ist umstritten und wird von vielen Anbietern in den Nutzungsbedingungen untersagt. Dabei werden &#246;ffentlich einsehbare Daten automatisch von den Seiten oder offenen Schnittstellen (API) eingelesen und weiterverarbeitet. Sobald es um pers&#246;nliche oder personenidentifizierbare Daten geht, ist das nach der Europ&#228;ischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ohne explizite Einwilligung der Betroffenen untersagt.</p><p>Auch Meta untersagt automatisiertes Scraping in seinen Nutzungsbedingungen. Bright Data bietet seinen Kunden aufbereitete Daten von zahlreichen Websites an, darunter E-Commerce, Gesch&#228;ftsnetzwerke und Social Media. In seiner Klageschrift wirft Meta dem Datenh&#228;ndler vor, dabei gegen Nutzungsbedingungen zu versto&#223;en. Das habe auch zur Beendigung der Gesch&#228;ftsbeziehung mit Bright Data gef&#252;hrt, betonte der Meta-Sprecher.</p><p>Bright Data hat mit einer Gegenklage gegen Facebook und Instagram reagiert. Das Unternehmen argumentiert, dass &#246;ffentliche Daten auf den Plattformen nicht das Eigentum von Meta seien. „Die Frage ist doch, ob &#246;ffentliche Daten in die H&#228;nde von privaten Unternehmen geh&#246;ren“, erkl&#228;rte ein Sprecher. Diese Daten seien wertvoll f&#252;r die Marktforschung und k&#246;nnten zur Aufkl&#228;rung von Verbrechen genutzt werden. „Es darf Meta nicht gestattet werden, den Zugang zu &#246;ffentlichen Daten zu blockieren, die dem Unternehmen nicht geh&#246;ren.“ (Delaware District Court, 1:23-cv-00073-GBW Bright Data, Ltd. v. Meta Platforms, Inc. et al).</p><div class=„a-u-inline ho-text c3“><header class=„mb-4“><h3 class=„inline-flex pb-2 pr-8 text-xl font-bold leading-none border-b-4 border-gray-800 dark:border-white“>Lesen Sie auch</h3></header><section data-component=„TeaserList“ class=„grid gap-6 md:gap-y-8“ data-sneak-peek-elements-container=„true“><article data-component=„TeaserContainer“ data-cid=„4659822“ data-content-id=„2842365“ class=„flex ho-text“ data-teaser-name=„MinimalHorizontalTeaser“ data-upscore-object-id=„4659822_o“><a data-component=„TeaserLinkContainer“ href=„https://www.heise.de/ratgeber/Scraping-Mit-Python-Daten-von-beliebigen-Websites-auslesen-4659822.html“ class=„group flex“ data-google-interstitial=„false“ data-upscore-url=„true“><figure data-component=„Image“ class=„w-24 mr-2 md:w-40 shrink-0 md:mr-4“><div class=„ff-a-img“><img data-ff-replacement=„1“ width=„2100“ height=„1180“ src=„https://www.heise.de/imgs/18/2/8/4/2/3/6/5/Titel-e131cc5c408f6919.jpeg“ alt=„Scraping: Mit Python Daten von beliebigen Websites auslesen“ class=„c1“ referrerpolicy=„no-referrer“ /></div></figure><div class=„-translate-y-1“><header data-component=„TeaserHeader“><h3 class=„flex flex-col“>Mit Python Daten von beliebigen Websites auslesen am Beispiel Talkshows</h3></header></div></a><div data-upscore-object-id=„4659822“></div></article></section></div><p>Europ&#228;ische Datensch&#252;tzer sehen das anders, sobald es um pers&#246;nliche Daten geht, wie sie in sozialen Netzwerken zuhauf anfallen. Die DSGVO verbietet einerseits, solche Daten ohne Einwilligung zu verarbeiten, andererseits m&#252;ssen Unternehmen die Daten auch vor Zugriff durch Dritte sch&#252;tzen. Das hat im vergangenen Jahr auch Meta zu sp&#252;ren bekommen, als die irische Datenschutzbeh&#246;rde Data Protection Commission (DPC) eine <a href=„https://www.heise.de/news/Facebook-Scraping-Irische-Datenschuetzer-verhaengen-Millionenstrafe-gegen-Meta-7358898.html“><strong>Millionenstrafe gegen die Facebook-Mutter [2]</strong></a> verh&#228;ngt hat.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_daten_im_netz_1“>Daten im Netz</h3><p>Zuvor waren <a href=„https://www.heise.de/meldung/419-Millionen-Telefonnummern-von-Facebook-Usern-frei-im-Netz-4513836.html“><strong>hunderte Millionen Datens&#228;tze mit pers&#246;nlichen Informationen von Facebook-Nutzerinnen und -Nutzern im Netz [3]</strong></a> aufgetaucht. Facebook hatte einger&#228;umt, dass die Daten &#252;ber eine nicht ausreichend gesicherte Suchfunktion abgegriffen werden konnten. Auch die umstrittene Analysefirma <a href=„https://www.heise.de/meldung/Facebook-Datenskandal-Moeglicherweise-rund-310-000-deutsche-Nutzer-betroffen-4011147.html“><strong>Cambridge Analytica hatte mit Daten gearbeitet [4]</strong></a>, die ein Entwickler mit einer Umfrage-App auf Facebook abgegrast hatte.</p><p>Auch bei anderen sozialen Netzwerken bedienen sich Unternehmen gerne am offenen Daten-Pool. So hatte 2020 etwa das auf Gesichtserkennung spezialisierte Start-up <a href=„https://www.heise.de/meldung/Immense-Gesichtsdatenbank-von-Clearview-Twitter-verlangt-Bilderloeschung-4644811.html“><strong>Clearview Daten von Twitter und anderen Websites gesammelt [5]</strong></a>, um seine Algorithmen zu trainieren. <a href=„https://www.heise.de/news/Franzoesische-Datenschuetzer-wollen-20-Millionen-Euro-von-Clearview-7315416.html“><strong>Datenschutzbeh&#246;rden in Frankreich und Gro&#223;britannien haben Clearview daf&#252;r mit hohen Bu&#223;geldern belegt [6]</strong></a>.</p><p>() </p><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><small>

https://www.heise.de/-7482622

</small></p><p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><small>

<strong>[1]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Gefaelschte-Profile-Meta-verklagt-Voyager-Labs-wegen-massenhafter-Datenauslese-7459361.html

</small><small>

<strong>[2]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Facebook-Scraping-Irische-Datenschuetzer-verhaengen-Millionenstrafe-gegen-Meta-7358898.html

</small><small>

<strong>[3]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/419-Millionen-Telefonnummern-von-Facebook-Usern-frei-im-Netz-4513836.html

</small><small>

<strong>[4]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Facebook-Datenskandal-Moeglicherweise-rund-310-000-deutsche-Nutzer-betroffen-4011147.html

</small><small>

<strong>[5]</strong>&#160;https://www.heise.de/meldung/Immense-Gesichtsdatenbank-von-Clearview-Twitter-verlangt-Bilderloeschung-4644811.html

</small><small>

<strong>[6]</strong>&#160;https://www.heise.de/news/Franzoesische-Datenschuetzer-wollen-20-Millionen-Euro-von-Clearview-7315416.html

</small><small>

<strong>[7]</strong>&#160;mailto:vbr@heise.de

</small></p><p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2023 Heise Medien</em></p> </html>

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