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Mobiles Arbeiten: Lastverteilung und Virtualisierung als Problemzonen beim Bund

Originalartikel

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<html> <header class=„article-header“><h1 class=„articleheading“>Mobiles Arbeiten: Lastverteilung und Virtualisierung als Problemzonen beim Bund</h1><div class=„publish-info“> Stefan Krempl</div></header><figure class=„aufmacherbild“><img src=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/7/5/6/5/3/shutterstock_1862310154-b7ba74ab1b7e2bc4.jpeg“ srcset=„https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/7/5/6/5/3/shutterstock_1862310154-b7ba74ab1b7e2bc4.jpeg 700w, https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/7/5/6/5/3/shutterstock_1862310154-b7ba74ab1b7e2bc4.jpeg 1050w, https://heise.cloudimg.io/width/1500/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/7/5/6/5/3/shutterstock_1862310154-b7ba74ab1b7e2bc4.jpeg 1500w, https://heise.cloudimg.io/width/2300/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/3/1/7/5/6/5/3/shutterstock_1862310154-b7ba74ab1b7e2bc4.jpeg 2300w“ alt=„“ class=„img-responsive“ referrerpolicy=„no-referrer“ /><figcaption class=„akwa-caption“>(Bild:&#160;Mr.Whiskey/Shutterstock.com)</figcaption></figure><p><strong>W&#228;hrend der Corona-Krise hat die Bundesverwaltung zehntausende Laptops zus&#228;tzlich f&#252;rs Homeoffice beschafft. Vor allem Videokonferenzen sind schwierig.</strong></p><p>Die Bundesverwaltung hat die Corona-Pandemie bei der damit erforderlichen Umstellung aufs Homeoffice f&#252;r die Mitarbeiter teils kalt erwischt. „Covid hat eine riesengro&#223;e Nachfrage an Ausr&#252;stung veranlasst“, erkl&#228;rte Tom Pasternak, Abteilungsleiter f&#252;r die Netze des Bundes (NdB) bei der Bundesanstalt f&#252;r den Digitalfunk der Beh&#246;rden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) am Dienstag bei einer Online-Konferenz des „Beh&#246;rden-Spiegels“ zum sicheren mobilen Arbeitsplatz der Zukunft. Allein die Zahl der Notebooks habe um Zehntausende erh&#246;ht werden m&#252;ssen, „damit die Leute zuhause arbeiten konnten“.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_systeme_an_den0“>Systeme an den Grenzen</h3><p>Die NdB-Zust&#228;ndigen h&#228;tten ferner auch eine Meeting-Plattform und „R&#228;ume f&#252;r Videokonferenzen mit oder ohne Einstufung“ bereitgestellt, die teils auch f&#252;r vertraulich und besonders sch&#252;tzenswert erachtete Unterredungen nutzbar seien, f&#252;hrte Pasternak aus. In „extremen Lastsituationen mit tausenden parallelen Videokonferenzen“ sei dabei deutlich geworden, dass die Lastverteilungssysteme einzelner Provider an ihre Grenzen gekommen seien. Etwa bei bestimmten DSL-Leitungen habe man festgestellt, „die Instanz l&#228;uft zu 70:30 voll“, was eine Echtzeit-Kommunikation erschwert habe.</p><p>Auch eine Virtualisierung, die etwa eingesetzt wird, um einen Rechner besonders gut abzusichern, gestaltete sich dem Experten zufolge schwierig. Die verf&#252;gbaren abgeschirmten Systeme k&#246;nnten h&#228;ufig nicht mehr auf Prozessoren f&#252;r die Videobeschleunigung oder die Sprachverarbeitung zugreifen. Bei einer Videokonferenz ergebe sich dann schnell eine „reine CPU-Last von 100 Prozent“. Mit einer so ausgesch&#246;pften Zentraleinheit eines Rechners lie&#223;en sich dann parallel etwa keine B&#252;roprogramme mehr bedienen.</p><p>Die BDBOS interessiert sich daher laut Pasternak mittlerweile stark f&#252;r die Eigenschaften einschl&#228;giger Systeme. Sie biete f&#252;r eingestufte Kommunikation mit dem niedrigsten Grad „Verschlusssachen &#8211; Nur f&#252;r den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) aktuell drei Varianten an. Die eine garantiere hochsichere mobile Zug&#228;nge mit sehr starken Virtualisierungen, die auf bestimmte Hardware zugeschnitten seien. Dazu komme ein rein auf Virtual Private Networks (VPN) basierter Ansatz, bei dem die Rechnerausr&#252;stung frei w&#228;hlbar sei und die Authentifizierung teils mit Smartcard erfolge. Daf&#252;r werde in der Regel ein Leseger&#228;t ben&#246;tigt. Die weitere Offerte seien Terminal-Services, die letztlich auf USB-Stick hinterlegt werden k&#246;nnten und „Bring your own Device“ erm&#246;glichten.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_it_sicherheit1“>IT-Sicherheit oft nicht ausreichend gew&#252;rdigt</h3><p>Entscheidend sei bei konkreten Anwendungen, das Dreieck zwischen Sicherheit, Performanz und Anwenderfreundlichkeit zu beachten, wei&#223; der Beh&#246;rdenvertreter. So k&#246;nne man bei einer Virtualisierung zwar „die obere Ebene komplett autark sch&#252;tzen“, dies koste aber Leistung. Die meisten Nutzer wollten ihr Ger&#228;t zudem so einsetzen, dass sie auch „private Sessions“ durchf&#252;hren k&#246;nnen. Diese sollten die Arbeitsumgebung aber nicht negativ beeinflussen.</p><figure class=„a-inline-image a-u-inline“><div></div></figure><p>Das Thema IT-Security sei beim raschen Einf&#252;hren des mobilen Arbeitens w&#228;hrend der Corona-Krise „an vielen Stellen nicht wirklich gew&#252;rdigt“ worden, monierte Gerhard Schabh&#252;ser, Vizepr&#228;sident des Bundesamts f&#252;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zu beachten sei hier vor allem die Verschl&#252;sselung aller Daten und Str&#246;me auf dem Transportweg sowie eine „starke Authentisierung aller Beteiligten“. Auch eine Festplattenverschl&#252;sselung und Schnittstellenkontrolle seien n&#246;tig, um der Gefahr des Verlusts eines Rechners entgegenzuwirken.</p><p>F&#252;r Videokonferenzen stehe inzwischen eine Plattform f&#252;r die Bundesverwaltung, die mit der Datenschutz-Grundverordnung (<a href=„https://www.heise.de/thema/DSGVO#liste“ rel=„external noopener“ target=„_blank“><strong>DSGVO [1]</strong></a>) vereinbar sei, berichtete Schabh&#252;ser. N&#246;tig sei es noch, die mobile Plattform „auch auf dem Geheimlevel“ hinzukriegen, also auch f&#252;r h&#246;chste VS-Stufen. Am praktikabelsten sei hier wohl eine „Veredelung bestehender IT-Architekturen durch deutsche Sicherheitsfirmen“.</p><h3 class=„subheading“ id=„nav_motivation2“>Motivation erh&#246;ht</h3><p>Wie dies im Prinzip aussehen k&#246;nnte, erl&#228;uterte Friedel Cramer, Pr&#228;sident des Bundesamts f&#252;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Am Anfang der Pandemie seien teils noch „Aktenkoffer hin- und hergeschickt“ worden. Anfang 2020 habe die Beh&#246;rde &#252;ber rund 100 Laptops und 50 VPN-Vertr&#228;ge verf&#252;gt. In diesem Sommer seien es 850 tragbare Rechner und ebenso viele VPN-Zug&#228;nge gewesen.</p><p>F&#252;r den Bereich VS-NfD setzte das BVL bereits fr&#252;hzeitig auf die Festplattenverschl&#252;sselung Trusted Disk von Rohde &amp; Schwarz (R&amp;S), machte Cramer klar. Die unkomfortable hardwarebasierte VPN-L&#246;sung sei f&#252;rs Homeoffice durch den R&amp;S Trusted VPN Client ersetzt worden, den das BSI im Oktober 2020 zugelassen habe. Der Umstieg aufs mobile Arbeiten mit der Softwarel&#246;sung habe die Mitarbeitermotivation erh&#246;ht. Viele wollten inzwischen auch wieder ins B&#252;ro kommen, wobei die Laptops &#252;ber eine Docking-Station ebenfalls einfach anschlie&#223;bar seien. Insgesamt sei es so letztlich „ein Gl&#252;cksfall gewesen, dass wir uns so schnell voranpuschen mussten“.</p><p>Mittelfristig geht Schabh&#252;ser davon aus, dass ein gro&#223;er Teil des mobilen Arbeitens &#252;ber Smartphones oder andere ultramobile Handhelds erm&#246;glicht wird. Als Basis f&#252;rs Messaging seien in der Bundesverwaltung hier Wire und Matrix vorgesehen. Das Gute daran sei, dass die durchgehende Verschl&#252;sselung meist schon eingebaut sei. Dies mache das Absichern auch f&#252;r Verschlusssachen einfacher, „als m&#252;hselig E-Mail nachzur&#252;sten“.</p><p>() </p><hr /><p><strong>URL dieses Artikels:</strong><br /><small>

https://www.heise.de/-6203656

</small></p><p><strong>Links in diesem Artikel:</strong><br /><small>

<strong>[1]</strong>&#160;https://www.heise.de/thema/DSGVO#liste

</small><br /><small>

<strong>[2]</strong>&#160;mailto:mho@heise.de

</small><br /></p><p class=„printversion__copyright“><em>Copyright &#169; 2021 Heise Medien</em></p> </html>

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